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Nach Ausbruch von 45 Tieren

Zwei Hengste bleiben vermisst

NEUHAUS. Um die letzten zwei fehlenden Hengste der bei Neuhaus (Kreis Holzminden) ausgebrochenen Herde wiederzufinden, hofft Michael Bertelmann auf konkrete Hinweise aus der Bevölkerung. „Patrouillen und gezielte Suchen haben uns nicht mehr weitergeholfen“, sagt der Leiter des Hengstaufzuchtgestüts Hunnesrück.

veröffentlicht am 03.08.2016 um 19:43 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:44 Uhr

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Deshalb hofft er, dass sich die beiden im Solling entlaufenen Pferde früher oder später wieder blicken lassen. „Es sind Herdentiere, die sicherlich die Nähe zu Artgenossen suchen. Deshalb könnten sie irgendwann bei anderen Weidetieren auftauchen“, schätzt Bertelmann. „Das ist meine Hoffnung.“

Bisher haben sich die meisten Tiere in einem Umkreis von 15 Kilometern um Neuhaus wiedergefunden. Eine Gruppe war zum Beispiel in Richtung Uslar unterwegs, eine weitere wurde an der Forststraße zwischen Neuhaus und Winnefeld entdeckt. Durch Hinweise von Polizeistreifen und Förstern konnten Michael Bertelmann und seine Mitarbeiter die Pferde dann gezielt anlocken. „Die Tiere wieder einzufangen, war kein Problem“, schildert der Gestütsleiter. „Sie sind an Menschen gewöhnt, es sind ja keine Wildpferde.“ Zurück im Gestüt wurden alle ausgebrochenen Junghengste einzeln tierärztlich untersucht. „Viele Pferde haben sich kleinere Verletzungen zugezogen, die aber bald wieder verheilen“, ist Bertelmann zuversichtlich. Vier Pferde hätten es schlimmer getroffen, aber auch deren Verletzungen könnten wieder kuriert werden. Wie bereits berichtet, hatte ein Tier allerdings eingeschläfert werden müssen.

Von den beiden noch vermissten Hengsten veröffentlicht das Gestüt zwei Fotos. Damit die Betreuer von Beginn an die Pferde differenzieren können, trägt jeder Junghengst eine individuelle Stallnummer, diese sind in schwarzem Druck auf gelbem Untergrund dargestellt und werden von den Tieren an einem Halsband getragen, vermisst werden die Nummern 15 und 36 aus dem Geburtsjahrgang 2015.

Foto: pr

Die heranwachsenden Pferde werden in gemeinsamen Aufzuchtgruppen der jeweiligen Geburtsjahrgänge gehalten. Diese Form der Markierung ist bei Pferden nicht gebräuchlich, sondern kommt eigentlich aus der Milchviehhaltung, dort tragen die Kühe diese Halsbänder mit Zahlenangaben. „Jeder, der auf diese Pferde trifft, kann Sie daher leicht als Hunnesrücker-Aufzuchthengste erkennen“, erklärt Michael Bertelmann. „Es ist allerdings auch möglich, dass die Hengste diese Halsbänder abgestreift haben, was aber selten passiert.“

Der Schenkelbrand befinde sich auf dem hinteren linken Schenkel der Pferde: „Unter dem Hannoveraner-Emblem sind bei unserer Nr. 15 die Ziffern 19 und bei unserer Nr. 36 die Ziffern 33 eingebrannt.“

Die Hengste sind beim Hannoveraner-Zuchtverband registriert und daher auch durch den klassischen Schenkelbrand und einen Mikrochip, welcher sich unter der Haut auf der linken Seite des Halses befindet, versehen. Mit einem geeigneten Lesegerät kann man diesen auslesen.

Wer Hinweise zu den beiden vermissten Hengsten geben kann, sollte sich beim Gestüt unter Telefon 05564/8216 melden.nig



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