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Kreistag soll heute über die Jagd auf Rehwild entscheiden

Zum Abschuss freigegeben

Hameln-Pyrmont. Das dürfte es noch nicht gegeben haben: Das Rehwild hat es heute auf Hameln-Pyrmonts Kreistags-Tagesordnung geschafft. Und schon in der Sitzung des Kreisausschusses, die am frühen Nachmittag der Kreistagssitzung vorgeschaltet ist, werden die scheuen Waldbewohner Gegenstand der Debatte sein. Grund der massiven Wild-Präsenz in den Gremien höchster Kreispolitik: Die Rehe haben sich in den vergangenen Jahren dermaßen in heimischen Revieren vermehrt, dass die Jagd früher als bisher eröffnet werden soll. Und der Kreistag hat nun darüber zu entscheiden, ob die Jagdbehörde aus Gründen der Wildhege eine Verkürzung der Schonzeiten für Bock und Ricke verordnet.

veröffentlicht am 04.03.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:16 Uhr

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Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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Und da die Jagd in der Öffentlichkeit ein sensibles Thema ist, das die Gemüter erhitzt und immer wieder die alte Pro- und Kontra-Diskussion aufwärmt, hat man es sich mit der Entscheidung schon im Vorfeld nicht leicht gemacht: So ist man im Hameln-Pyrmonter Jagdbeirat, dem Vertreter der Forst-, Jäger- und Landwirtschaft, der Landesforsten, der Jagdgenossenschaften sowie der Kreisjägermeister angehören, geteilter Meinung über die Entscheidung, das Ende der Schonzeit für Rehböcke und Jungrehe vom 1. Mai auf den 15. April vorzuverlegen: Während das Forst- und Landwirtschaft sowie Jäger ablehnen, um dem Rehwild nach dem Winter eine Erholungspause zu gönnen, plädieren die niedersächsischen Landesforsten – sprich das Forstamt Oldendorf –, die Jagdgenossenschaften und der Kreisjägermeister für eine Vorverlegung der Jagdsaison. Ihr Argument: Vor dem Laubaustrieb hat der Waidmann die besseren Treffer-Chancen. So ergäbe sich durch die Verkürzung der Schonzeit die Möglichkeit, frühzeitig die Vorgaben der Abschusspläne zu erfüllen und das Rehwild wieder auf ein ökologisches Maß zu reduzieren. Und das nicht zuletzt, um Beeinträchtigungen für Land- und Forstwirtschaft durch Wildschäden zu reduzieren und die Verkehrssicherung in Waldgebieten zu verbessern; durch die hohe Rehdichte habe nämlich auch die Zahl der Wildunfälle zugenommen.

Und weil – wie schon erwähnt – das Schießen in Wald und Flur ein so sensibles Thema ist, könnte es aber vielleicht sein, dass die Rehe vielleicht doch noch von Punkt 8 der Kreistags-Tagesordnung verschoben werden. Dann nämlich, wenn der Kreisausschuss vor der Kreistagssitzung befinden sollte, dass über die zwei Wochen und zwei Tage Jagdsaison-Vorverlegung noch Beratungsbedarf in den Fraktionen besteht. Dann könnten Hameln-Pyrmonts Rehböcke und Jungrehe für dieses Jahr erst einmal tief durchatmen, denn der nächste Kreistag tritt erst im Juni zusammen. Nur einen Fehler dürfen sie jetzt nicht machen: Über die Grenze in Hildesheimer Reviere wechseln. Denn dort darf bereits seit Jahren ab dem 20. April auf sie geschossen werden.



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