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Hameln-Pyrmont hat bisher weder einen Betreiber noch Fördergelder

Zu langsam für schnelles Internet?

HAMELN-PYRMONT. Erkennbare Fortschritte, Hameln-Pyrmont mit schnellem Internet zu versorgen, hat der Landkreis noch nicht gemacht. Seit 2014 laufen die Planungen – im Dezember 2015 kündigte Landrat Tjark Bartels offiziell an, für alle Bürger eine flächendeckende Bandbreite von mindestens 50 Mbit/s innerhalb von drei Jahren erreichen zu wollen. Jetzt, Anfang Juni 2016, ist die europaweite Suche nach einem Betreiber noch nicht gestartet.

veröffentlicht am 31.05.2016 um 18:10 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:48 Uhr

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Autor:

von Maike Lina Schaper
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Die Ausschreibung ist in Vorbereitung. Und für das Projekt zwingend: Ein Betreiber ist erforderlich, da der Landkreis diese Aufgabe nicht selbst übernehmen darf. Nur wenn sich hierfür jemand findet, wird der Kreis auch für die nötige Infrastruktur sorgen. Der Wirtschaftsförderer des Landkreises, Andreas Manz, ist zuversichtlich, das dies gelingen wird. Und auch bei den einstmals angeklungenen drei Jahren ist er noch optimistisch. Auch, wenn Manz am Rande einräumt, dass die dafür nötigen Tiefbauunternehmen bundesweit derzeit volle Terminkalender hätten.

Um das Vorhaben zu finanzieren, hat Hameln-Pyrmont Ende April – einen Tag vor Ablauf der Frist – einen Antrag auf Zuschüsse an das Bundesverkehrsministerium gestellt. Der Landkreis Schaumburg freute sich bereits vor einem Monat über eine positive Rückmeldung aus dem Verkehrsministerium – die Kreisnachbarn erhalten 2,9 Millionen an Bundesgeldern für ihren Breitbandausbau. Das Land Niedersachsen gibt den Schaumburgern zusätzliche zwei Millionen Euro. Auch hierum will sich Hameln-Pyrmont noch bemühen. Wie viel dabei rumkommen wird, ist abzuwarten. Beim Bund wurde der Förderhöchstbetrag von 15 Millionen Euro beantragt, beim Land 5 Millionen. Im Dezember 2015 bezifferte Bartels die Gesamtkosten lediglich auf einen ungefähren Wert zwischen 20 und 60 Millionen Euro.

Damit die Idee vom kreisweiten Breitbandausbau klappt, müssen zuvor auch noch die Politiker die Hände heben. Weil der Breitband-Ausbau der sogenannten Daseinsvorsorge zuzurechnen ist, muss sie von den kreisangehörigen Städten und Gemeinden auf den Landkreis Hameln-Pyrmont übertragen werden. Coppenbrügges Ratsmitglieder haben bereits einstimmig dafür votiert, von den übrigen Gemeinden ist Ähnliches zu erwarten. Zudem muss noch der Kreistag der Übernahme der Aufgabe zustimmen.

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