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Zoff bei den Grünen wegen Landratskandidatur

Hameln-Pyrmont (ni). Die Entscheidung im Kreisverband fiel nach mehrstündiger und kontrovers geführter Diskussion: Als einzige der etablierten Parteien vor Ort treten die Grünen bei der Kommunalwahl im September nicht mit einem eigenen Landratskandidaten an.
 

veröffentlicht am 01.04.2011 um 17:45 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 03:41 Uhr

Grüne
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Hameln-Pyrmont (ni). Die Entscheidung im Kreisverband fiel nach mehrstündiger und kontrovers geführter Diskussion: Als einzige der etablierten Parteien vor Ort treten die Grünen bei der Kommunalwahl im September nicht mit einem eigenen Landratskandidaten an.
Der Kreisverbandsvorsitzende Klaus Möller erklärte im Anschluss die Mitgliederversammlung die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand: „Wir sehen deutlich mehr politische Übereinstimmung mit den Positionen Buttes.“ Vor dem Hintergrund der Abschaffung der Stichwahl habe die Mehrheit der Mitglieder nicht das Risiko eingehen wollen, Butte durch die Aufstellung eines eigenen grünen Kandidaten zu schwächen und damit seinem Kontrahenten Stephan Walter (CDU) in die Hände zu spielen.

Nach der neuen niedersächsischen Kommunalverfassung ist bei der Landratswahl der Bewerber gewählt, der bereits im ersten Wahlgang die meisten Stimmen erhält. Ein Grüner Mitbewerber könnte Butte theoretisch also genau die Stimmen kosten, die er bauchte, um vor seinem Herausforderer Walter zu liegen. Diese arithmetische Logik hat am Ende offenbar mehr Kreisgrüne überzeugt als die Argumentation der innerparteilichen Gegenströmung, für die der Verzicht auf einen Kandidaten gleichbedeutend ist mit dem Verspielen einer Chance, sich in einem eigenständigen Wahlkampf zu profilieren.

Bei der Diskussion um das Für und Wider dieser beiden Positionen muss es zeitweise hoch hergegangen sein. Durchgesickert ist inzwischen, dass nicht nur die Basis, sondern auch die kreisgrüne Doppelspitze aus Karl Möller und der Landesvorsitzenden Anja Piel in der Kandidatenfrage gespalten war. Piel, im Gegensatz zu Möller erklärte Gegnerin einer grünen Kandidatur, hat angeblich mit Rücktritt gedroht für den Fall, dass sich der Kreisverband für einen eigenen Bewerber ausspricht. Kritiker werfen ihr  jetzt vor, ohne Rücksicht auf die lokalen Gegebenheiten stur an der Linie der Grünen auf Landesebene festzuhalten, die da heißt: Rot-Grün tritt gemeinsam an, um Schwarz-Gelb aus der Regierung zu verdrängen. Auch Vorstandsmitglied Tom Jürgens soll angekündigt haben, sein Amt niederzulegen, wenn die Mitglieder einen Kandidaten ins Rennen schicken.
 



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