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Thomas G. und Marcello E. festgenommen / Oberstaatsanwalt hält Männer für „therapieunwillig“

Zielfahnder spüren gefährliche Ausbrecher auf

Weserbergland (ube). Die heute vor einer Woche um 23.30 Uhr aus dem Maßregelvollzug des Ameos-Klinikums in Hildesheim getürmten Ausbrecher Thomas G. (44) aus Stadtoldendorf und Marcello E. (25) aus dem Landkreis Hildesheim (wir berichteten) sitzen wieder hinter Schloss und Riegel. Ob ihre Therapie fortgesetzt wird, stehe noch nicht fest, hieß es. Ihre Flucht habe gezeigt, dass sie kein Interesse an einer weiteren Behandlung hätten, sagte Oberstaatsanwalt Bernd Seemann. „Nach meiner Überzeugung sind G. und E. therapieunwillig.“

veröffentlicht am 24.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 06:21 Uhr

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Zielfahnder der Polizeidirektion Göttingen schnappten die Straftäter am späten Sonntagabend um 23 Uhr in Hildesheim; beide hatten sich in Wohnungen in der Innenstadt versteckt. Thomas G. wurde an der Steuerwalder Straße, Marcello E. an der Marienburger Straße festgenommen. „Wir sind froh, dass wir die Männer gefasst haben“, sagte Kriminalhauptkommissar Claus Kubik.

Die Staatsanwaltschaft Hildesheim hatte nach der Flucht Zielfahnder angefordert. Zwei Staatsanwälte hätten gemeinsam mit den Spezialisten der Polizei ein Fahndungskonzept erarbeitet und schließlich bei Gericht auch eine Öffentlichkeitsfahndung mit Fotos der Gesuchten beantragt, berichtete Seemann im Gespräch mit der Dewezet. Am Samstag gab ein Richter die Bilder der Flüchtigen frei. „Von auf der Flucht begangenen Straftaten ist uns bislang noch nichts bekannt“, so der Staatsanwalt.

Polizisten in Zivil hatten sich auf die Lauer gelegt und unter anderem Kontaktadressen der Gesuchten observiert. Thomas G. und Marcello E. sind offenbar gefährlich. Der Hamelner Kommissar Dirk Barnert hatte noch am Sonntagmorgen gewarnt: „Treten Sie nicht mit den Gesuchten in Kontakt, rufen Sie uns bitte nur an.“ Die heimische Polizei sei „aufs Höchste alarmiert“. „Alle Streifenwagen-Besatzungen hielten Ausschau nach den Männern“, sagte Barnert. Die Fahnder schlossen zu diesem Zeitpunkt nicht aus, „dass die Entflohenen im Weserbergland untergetaucht sind“. Der 44-Jährige war wegen Diebstahls und Besitzes von Betäubungsmitteln in der Klinik untergebracht worden. Marcello E. wurde wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer längeren Freiheitsstrafe verurteilt. Im November 2009 hatte der 25-Jährige nach Angaben der Polizei vor einer Alfelder Diskothek eine Frau zunächst niedergeschlagen und dann noch brutal auf sie eingetreten. Das Opfer sei erheblich verletzt worden. „Es ist nicht auszuschließen, dass E. auch weiterhin Straftaten dieser Art begehen wird“, sagte Hauptkommissar Kubik.



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