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Mit Beginn des Frühlings werden die Blutsauger wieder aktiv

Zeckengefahr? - Die wichtigsten Fragen und Antworten

HAMELN/PYRMONT. Sobald es wärmer wird, regen sich auch wieder die Zecken. Die winzigen Tiere mit acht Beinen wollen sich mit Blut vollsaugen – auch beim Menschen. Welche Folgen kann das haben? Fragen und Antworten im Überblick.

veröffentlicht am 27.03.2018 um 13:38 Uhr

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Zecken lauern im Unterholz, in Büschen oder in hohem Gras. Die lästigen Blutsauger werden schon bei niedrigen Plusgraden aktiv und können Krankheitserreger übertragen. Meist hat ein Zeckenstich aber keine gesundheitlichen Folgen. Und es gibt ja auch Möglichkeiten, sich etwa durch geeignete Kleidung zu schützen.


Welche Zeckenarten gibt es in Deutschland? Am häufigsten kommt der Gemeine Holzbock vor. Er kann verschiedene Krankheitserreger übertragen, vor allem Lyme-Borreliose, eine Bakterieninfektion, oder die von Viren verursachte Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).


Wo kann ich von den Spinnentieren befallen werden?Überall in der Natur – in Wäldern, Wiesen, Parks und Gärten. Zecken bevorzugen eine feuchte Umgebung. Sie können nicht springen und fallen auch nicht von Bäumen herab, sondern klettern auf Grashalme und Gebüsch. Streift man den Winzling im Vorbeigehen, klammert er sich fest.


Wie sieht es mit der Infektionsgefahr aus? Die Lyme-Borreliose ist die am häufigsten durch Zecken übertragene Erkrankung in Deutschland. Schätzungen gehen von mehreren Zehntausend Neuerkrankungen pro Jahr aus, die Diagnose ist schwierig.


Wo sind die Risikogebiete? Während die FSME vor allem in Süddeutschland auftritt, kann sich die Lyme-Krankheit im ganzen Land entwickeln. Experten zufolge wurden auch in Norddeutschland, FSME-Erkrankungen registriert.


Sticht die Zecke sofort zu? Nein. Sie krabbelt zunächst längere Zeit auf dem Körper umher, um eine geeignete Stelle zu finden. Deshalb sollte man gleich nach dem Aufenthalt in einem möglichen Zeckengebiet vor allem Haaransatz, Ohren, Hals, Achseln, Armbeuge, Bauchnabel, Genitalbereich und Kniekehlen absuchen.


Und wenn sich schon eine Zecke festgebissen hat? Die Zecke sollte schnell mit einer Pinzette oder einer Zeckenzange herausgezogen werden, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Die Tiere können mehrere Tage lang Blut saugen. Zu einer Borreliose-Infektion kommt es innerhalb der ersten zwölf Stunden nach dem Stich nur selten.


Wie sind die Symptome? Treten nach einem Zeckenbiss Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen oder Abgeschlagenheit auf, kann das auf Borreliose hindeuten. Ein charakteristisches Merkmal ist zudem eine sogenannte Wanderröte: eine sich ringförmig ausbreitende Hautrötung. Später können Nervenlähmungen, Hirnhautentzündungen oder entzündliche Schwellungen der Knie- und Sprunggelenke auftreten.


Kann man sich vorbeugend impfen lassen? Gegen die Lyme-Borreliose gibt es keine Impfung, sie ist aber gut mit Antibiotika zu behandeln. Gegen FSME kann man sich dagegen impfen lassen.



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