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Nur Unerschrockene zieht es derzeit in die Biergärten und auf die Terrassen der Restaurants / Wirte hoffen auf gutes Wetter beim Halbfinale

Zähe Geduldsprobe für Gastronomen – das Sommerwetter

Weserbergland (boh). Meteorologisch ist er seit drei Wochen da, kalendarisch seit letzter Woche – der Sommer. Ums Weserbergland scheint er jedoch einen Riesenbogen zu machen. Viel zu kalt, viel zu windig und immer wieder Regenschauer. Da stöhnen nicht nur die Sonnenanbeter, auch die Gastronomen, die normalerweise jetzt die höchsten Umsätze machen, sind sauer. Seit Wochen herrscht auf den Außenterrassen oft gähnende Leere. „Nur die Abgehärteten zieht es bei uns ins Freie“, sagt Eike Rendigs. Gemeinsam mit Steven Woost führt er eines der schönsten und vor allem am höchsten gelegenen Restaurants des Weserberglandes, die Paschenburg. In luftiger Höhe oberhalb der Schaumburg hat der Besucher einen beeindruckenden Panoramablick auf das westliche Weserbergland – wenn das Wetter mitspielt. Draußen allerdings sitzt seit Tagen kein Mensch. „Nur heute wollte ein Pärchen dem Wind trotzen, ging tatsächlich ins Freie und bestellte Salat“, erzählt Rendigs und fügt an: „Den Salat zu essen könnte spannend werden, besonders, wenn das Gemüse bei gefühlter Windstärke 6 vom Teller weht“. Fünf Minuten später flüchteten die beiden in den Gastraum. Ähnliches berichtet Andrea Jetter-Goedecke von der Weinschänke Rohdental. Die Außenterrasse des Familienrestaurants liegt direkt am Rohdener Bach, in dem sich das große Wasserrad dreht. Die Plätze jedoch – verwaist. „Kein Wunder bei der Kälte“, sagt die Chefin. Wer es trotzdem wagt, draußen zu sitzen, dem bietet das Servicepersonal Kissen und Decken an. Die wenigsten nutzen das Angebot. Trotzdem soll in den nächsten Wochen neben dem Sommerschlemmen in drei Wochen der Sommerbrunch stattfinden. „Wir hoffen auf der Terrasse.“

veröffentlicht am 25.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 07:21 Uhr

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Auch in Hameln wird wetterbedingt um eines der beliebtesten Ausflugsziele häufig ein großer Bogen gemacht. „Das dritte Jahr in Folge schlechtes Wetter“, bedauert Ursula Fischer, die den Biergarten auf dem Werder leitet. „Von sechs Monaten, die unsere Gäste die Terrasse nutzen können, sind mindestens drei Monate verregnet. Das zerrt an den Nerven.“ An manchen Tagen sitzen nur wenige Menschen im 3500 Quadratmeter großen Außenbereich der mit mehreren Preisen gekrönten „Insel“. Das sei eine harte Geduldsprobe, bedauert die Inselwirtin. Im Frühjahr hat sie die Leitung des Restaurants abgegeben, um sich ausschließlich um den Biergarten zu kümmern. „Man kann schon verzweifeln, wenn man frische Ware vorhält und dann kaum einer kommt.“ Leere Tische und Stühle auch in den Gaststätten entlang des Weserradwegs. Am Grohnder Fährhaus ist es an heißen Tagen schwierig, einen Platz zu ergattern. Das gilt ebenso für den Außenbereich der Wehrberger Warte. Im Augenblick allerdings gibt es reichlich Plätze. Nur die Unerschrockenen trotzen dem Wetter. Aber bekanntlich sterbe ja die Hoffung zuletzt, sagt Eike Rendigs. Mit dem Einzug der Deutschen ins Halbfinale ist er sich ganz sicher, dass es doch noch was wird mit dem Sommer. „Wir servieren schließlich auf 362 Höhenmetern, somit ist unser Draht zu Petrus kürzer“, fügt er an.

So sieht es zurzeit im Biergarten des Inselrestaurants auf dem Werder aus, auch im Außenbereich der Paschenburg sitzt seit Wochen niemand.

Fotos: boh



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