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Digitale Service-Karte des Landkreises noch mangelhaft im Praxistest

Wo ist denn hier der nächste Arzt?

Weserbergland. Seit März bietet der Landkreis Hameln-Pyrmont auf seiner Website eine digitalen Karte. In mehreren Sprachen kann man dort nach Bushaltestellen, Ärzten, Supermärkten, Krabbelgruppen oder auch Briefkästen suchen. Wir haben uns die Karte einmal genauer angeschaut.

veröffentlicht am 04.04.2016 um 19:56 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:54 Uhr

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Autor:

von Franziska Winkler
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Sie sind neu in der Gegend, die Sonne scheint und die Kinder möchten unbedingt auf den Spielplatz. Ein dringender Brief müsste auch noch abgeschickt werden, und wenn man schon auf dem Weg ist, warum nicht schon mal nach geeigneten Kindergärten für die Kleinen Ausschau halten? Aber wo nur?

Seit März bietet der Landkreis Hameln-Pyrmont allen interessierten Multimedia-Liebhabern, die auf der Suche im gesamten Kreisgebiet sind, die Möglichkeit einer digitalen Karte. Ganz gleich, ob es Bushaltestellen, Ärzte, Supermärkte, Krabbelgruppen oder auch nur ein Briefkasten sein soll. Die Karte hat sie alle. Und das selbstverständlich nicht nur auf Deutsch. Es gibt sie auch in den Sprachen Englisch, Kurdisch, Arabisch, Farsi, Dari und Urdu. Die Idee zu dieser sinnvollen Karte hatte der Arbeitskreis Geografische Informationssysteme (GIS), welcher sich aus Vertretern der kreisangehörigen Gemeinden und dem Landkreis zusammensetzt und sich bei regelmäßigen Treffen oft der Frage gestellt sah, ob es eine Karte mit Krankenhäusern, Ärzten und anderem gäbe. Laut Presseinformation des Landkreises entwickelte sich aus einem anfänglichen „Nein“ der Entschluss, eine solche Karte endlich in die Realität umzusetzen. Zunächst geschah dies nur auf Deutsch, später dank der Unterstützung von Sprachmittlern auch multilingual. Dies kommt besonders Integrationslotsen zugute, die sich in den Städten und Gemeinden aktiv für die Flüchtlingshilfe einsetzen und damit Sprachbarrieren meistern können.

Aufrüstung würde Usern das Leben erleichtern

Das Kartenwerk ist zum einen von zuhause über die Homepage des Landkreises und zum anderen – und das ist das wirklich Praktische – auch mobil von überallher durch einen QR-Code abrufbar. Der Kartenausschnitt kann durch die optionale Eingabe des eigenen Standortes und die individuelle Suche angepasst werden. So erscheint, setzt man zum Beispiel bei „Krabbelgruppen“ sein Häkchen und klappt den links befindlichen Pfeil auf, eine anschauliche Legende. Mithilfe dieser farbigen Symbole und entsprechendem Heranzoomen wird das Finden zum Kinderspiel.

Als Manko erweisen sich hier jedoch eine in der Handhabung leicht stockende Grafik sowie die fehlenden Kontaktdaten der einzelnen Institutionen. So wird weder der Name eines Supermarktes noch die Fachrichtung eines Arztes entschlüsselt. Die Rubrik „Arzt“ scheint auf der Seite ohnehin noch in der Anfangsphase zu stecken. Das Ärzteverzeichnis erweist sich als äußerst lückenhaft und nach der Funktion eine bestimmte Fachrichtung auswählen zu können, sucht man vergeblich. Hier würde eine kleine Aufrüstung das Leben der User um einiges erleichtern. So weist Hameln-Pyrmonts Karte durchaus Verbesserungspotenzial auf, könnte aber durch die ein oder andere Optimierung noch manchen ein treuer Helfer in der Not werden. Interessierte finden die Karte unter: http://www.hameln-pyrmont.de.

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