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Internet-Spitzengeschwindigkeit für Privatkunden noch mit Fragezeichen versehen

Wo ist das Gigabit?

HAMELN-PYRMONT. Ob es die Spitzengeschwindigkeit von einem Gigabit bereits im Landkreis Hameln-Pyrmont gibt, konnte der Internetanbieter htp am Montag nicht beantworten. Das Unternehmen baut als Vertragspartner der Kreisverwaltung das Glasfasernetz aus. Die Bandbreite von einem Gigabit sei etwas Neues für Privatkunden, heißt es von htp. Bisher erhielten nur Geschäftskunden diese Geschwindigkeit.

veröffentlicht am 07.01.2019 um 18:48 Uhr
aktualisiert am 15.01.2019 um 19:09 Uhr

Derzeit wird das Glasfasernetz im Landkreis ausgebaut. Damit soll in Hameln-Pyrmont eine Surfgeschwindigkeit von 1 Gigabit/s erreicht werden. Foto: dpa
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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Im Zuge des Glasfaserausbaus hat der Landkreis denjenigen Haushalten, die bisher noch gering versorgt worden sind, eine Surfgeschwindigkeit bis zu einem Gigabit versprochen. Gering, das bedeutet, sie nutzen das Internet mit einer Geschwindigkeit von weniger als 30 Megabit pro Sekunde. Zur Relation der Größenordnungen: Ein Gigabit ist über 30-mal schneller.

Doch ob es bereits Kunden im Landkreis für die Spitzengeschwindigkeit von einem Gigabit gibt, konnte der Internetanbieter und Vertragspartner des Landkreises, htp, auf Anfrage unserer Zeitung am Montag nicht beantworten. Die zuständigen Kollegen seien nicht erreichbar gewesen, hieß es aus der Pressestelle. Die Bandbreite von einem Gigabit sei etwas Neues für Privatkunden, heißt es von htp. Zwar bietet der Konzern diese Geschwindigkeit bereits andernorts an, aber bisher nur für Geschäftskunden. Diese bezahlen für den Internetanschluss mit einem Gbit/s über Glasfaser 99,90 Euro monatlich zuzüglich Mehrwertsteuer. Liegt das Glasfaserkabel in der Erde beziehungsweise am Haus, könnten auch die Hameln-Pyrmonter Privatkunden die Gigabit-Surfgeschwindigkeit bekommen, doch wie viel sie dafür zahlen würden, konnte htp ebenfalls nicht beantworten. Das Produkt sei gerade in der Entwicklung, so die Auskunft aus der Pressestelle. Ab Mitte 2019 soll es das Angebot geben.

Noch vor Jahresende, im Dezember 2018, sind die ersten Haushalte im Landkreis Hameln-Pyrmont mit dem Glasfasernetz versorgt worden. Bis heute hat das Unternehmen vier Kunden aus Ahrenfeld an sein Netz angeschlossen. Ende dieser oder Anfang kommender Woche würden weitere 16 Anschlüsse in Betrieb genommen, heißt es von htp. Ahrenfeld ist aufgrund der Nähe zum Hildesheimer Netz der erste Ort, in dem das Angebot umgesetzt wird. Danach soll der Ausbau vom Übergabepunkt bei Barksen im Raum Hessisch Oldendorf und von Ahrenfeld aus in Richtung Levedagsen in Angriff genommen werden.

Information

In Thüste wird noch getrommelt

Für Thüste wäre es fatal, wenn es nicht ans Glasfasernetz angeschlossen würde, weil Interessenten fehlen, stellt Karl-Heinz Grießner, Ortsbürgermeister von Wallensen, fest. Vor allem für die Thüster Firmen, die auf ein schnelles Internet angewiesen sind und heute in einem digitalen Notstandsgebiet arbeiten, wäre das eine Katastrophe, merkt der Ortsbürgermeister an. Doch haben das Küchenumbauunternehmen Danform GmbH & Co. KG, die SMT Stichweh Maschinen & Service GmbH und die Alfred Stichweh & Söhne GmbH & Co. KG Thüster Kalkstein alle schon ihre Anschlussverträge unterschrieben. Was fehlt, damit Thüste seinen Anschlussgrad von 40 Prozent erreicht, sind nach Ansicht von Bürgermeister Grießner anschlusswillige Privatleute. Zuletzt fehlten dem Netzbetreiber htp rund 20 Anschlüsse, damit Thüste ans leistungsstarke Netz angeschlossen wird. Mitglieder des Arbeitskreises „Glasfaser“ haben deshalb am Wochenende noch mal mit einer Werbetour in Thüste die Runde gemacht und um Anschlussbereitschaft geworben. Und auch der Ortsbürgermeister hat noch einmal die Werbetrommel für das schnelle Internet gerührt und auf die Dringlichkeit einer Anmeldung bis zum Dienstag, 8. Januar, hingewiesen.joa

Levedagsen ist neben Ahrenfeld einer von fünf Orten, die die 40-Prozent-Marke bereits erreicht haben. Um ans Glasfasernetz angeschlossen zu werden, müssen mindestens 40 Prozent der Haushalte in den Ortschaften einen htp-Vertrag abschließen. Die drei anderen Orte sind Barksen, Wickbolsen und Zersen. In einigen Orten läuft die Frist für die Abgabe der Verträge noch. In anderen Orten haben noch keine Informationsveranstaltungen stattgefunden, daher läuft dort die Frist zum Erreichen der 40-Prozent-Quote noch nicht. In Thüste fehlen laut Auskunft des Landkreises von vergangener Woche noch einige Haushalte, um dieses Ziel zu erreichen.

Insgesamt will htp möglichst viele der 15 000 potenziellen Haushalte in 58 Ortschaften im Kreisgebiet mit seiner Dienstleistung erreichen. Bisher konnten laut Auskunft des Unternehmens rund 700 Verträge abgeschlossen werden. Die meisten Kunden würden sich für ein Paket mit einer Surfgeschwindigkeit von 100 Mbit/s entscheiden.



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