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Die wichtigsten Antworten rund um das Silvester-Feuerwerk

Wo darf geböllert werden?

WESERBERGLAND. Auch in diesem Jahr werden in Deutschland wieder reichlich Raketen in den Himmel und Böller am Boden abgeschossen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um die silvesterliche Knallerei.

veröffentlicht am 31.12.2015 um 09:28 Uhr
aktualisiert am 27.12.2018 um 12:53 Uhr

Silvester Feuerwerk

Wann darf gezündet werden?

Knallkörper der Kategorie 2, zu der Silvesterfeuerwerk gehört, dürfen ohne besondere Erlaubnis nur am 31. Dezember und 1. Januar abgebrannt werden.

Wer darf böllern?

Personen über 18 Jahren.

Welche Feuerwerkskörper sind erlaubt?

Behörden warnen vor nicht geprüften, illegal eingeführten und selbst gebastelten Knallern. Sie können zu schweren Verletzungen führen. Der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund (NSGB) weist darauf hin, dass nur Feuerwerkskörper verwendet werden sollten, die das BAM-Zulassungszeichen haben. In Niedersachsen ist zudem die Verwendung von Himmelslaternen aus Brandschutzgründen generell verboten.

Wo darf kein Feuerwerk abgeschossen werden?

Verboten ist das Abbrennen von Pyrotechnik in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern.

Was heißt "unmittelbare Nähe"?

Bei handgeworfenen Böllern kann davon ausgegangen werden, dass ein Schutzabstand ausreichend ist, der gerade außerhalb der Wurfweite liegt. Das sind in der Regel etwa fünfundzwanzig bis dreißig Meter. Bei den Silvesterraketen ist von höheren Reichweiten und entsprechenden Brandgefährdungen auszugehen. So wurde bei hochsteigenden Feuerwerksraketen ein Abstand von 200 Metern als Regelmindestabstand zu Reetdach- und Fachwerkhäusern zu Grunde gelegt.

Welche speziellen Regelungen gibt es in den Gemeinden des Weserberglands?

Hameln

In der Altstadt muss auf Böller und Raketen verzichtet werden. Von dem Verbot betroffen ist der Bereich, der von Thiewall, Kastanienwall, Ostertorwall, Münsterwall und der Weser umschlossen wird. Auch in den Ortsteilen darf in der Nähe von Fachwerkhäusern kein Feuerwerk gezündet werden. Auf landwirtschaftliche Betriebe sollte Rücksicht genommen werden.

Hessisch Oldendorf

Hier gibt es bereits seit mehreren Jahr Bereiche, in denen ein generelles Abbrennverbot gilt. Dies sind im Stadtgebiet neben den im Gesetz aufgeführten Einrichtungen insbesondere:

Stadtteil Hessisch Oldendorf: Der gesamte Bereich der Innenstadt begrenzt im Süden, Westen und Osten durch den Münchhausenring und im Norden durch den historischen Wallgraben. Zusätzlich im Kreuzungsbereich des neuen Kreisels Lange Straße/Münchhausenring/Welseder Straße/Mühlenbachstraße in einem Umkreis von 75 Metern.

Stadtteil Fischbeck: Der gesamte Bereich um das Stift Fischbeck, begrenzt im Süden durch die Ringstraße, im Norden Sommerweg und Paschenburg bis zur Einmündung „Am Schmäling“, im Westen durch die Abteistraße und dem Kötner Weg sowie im Osten durch die Poststraße.
Auch an den Tierschutz sollte gedacht werden. Dies gilt insbesondere dort, wo wie am Westende der Langen Straße in Hessisch Oldendorf in Siedlungsnähe noch Nutztierhaltung betrieben wird, da für die Tiere der Lärm eine erhebliche Störung bedeutet.

Bodenwerder

Im Bereich der Innenstadt ist das Abfeuern von Raketen und das Zünden von Böllern verboten.

In den übrigen Gemeinden gibt es keine konkret abgegrenzten böllerfreien Zonen. Es gilt aber auch dort die Ansage, dass in der Nähe der oben genannten Gebäude und Einrichtungen kein Feuerwerk abgeschossen werden darf. Zudem wird darauf hingewiesen, dass der Verstoß gegen das Verbot eine Ordnungswidrigkeit darstellt und ein Bußgeld zur Folge haben kann.

Warum wird geböllert?

Schon in vorchristlichen Zeiten sollten Lärm und Feuer böse Geister vertreiben. Nach altem Aberglauben sind in der Zeit um die Silvesternacht die Dämonen besonders aktiv. Auch heute wird noch ordentlich Krach gemacht. Mit einem Feuerwerk um Mitternacht wird das neue Jahr begrüßt, verbunden mit der Hoffnung, dass es gut werde.

Wohin mit dem Müll?

Nach Silvester sollen abgeschossene Raketen und Böller in der Restmülltonne entsorgt werden, das erklärt der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung in Bonn. Möglich ist aber auch, diese beim Sammelmobil oder am Wertstoffhof abzugeben. Das gilt ebenso für die Reste vom Zinn- oder Bleigießen. Es gilt: Wer knallt, muss seinen Restmüll selbst ordentlich entsorgen und darf den Abfall nicht auf der Straße liegen lassen. 



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