weather-image
32°
Bis übermorgen läuft die Abstimmung im Internet / Kopf-an-Kopf-Rennen von sechs Kandidaten

Wird der Solling Deutschlands Waldgebiet des Jahres?

Neuhaus / Dassel (red). Die Wahl zu Deutschlands Waldgebiet des Jahres steht kurz vor der Entscheidung. Sechs Kandidaten liefern sich beim Endspurt auf der Zielgeraden ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Wer den längsten Atem hat, entscheidet sich am Mittwoch, 15. August. Bis dahin hoffen die Niedersächsischen Landesforsten auf zahlreiche Unterstützer, die im Internet für ihren Kandidaten, den Solling, stimmen. Die Medaille gewinnt, wer die meisten Clicks erhält. Wer noch nicht abgestimmt hat, sollte bis spätestens am Mittwoch unter www.waldgebiet-des-jahres.de die Region unterstützen.

veröffentlicht am 13.08.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 04:41 Uhr

270_008_5749487_wb102_1308.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Wer das Rennen um das Waldgebiet des Jahres 2013 gewinnt, ist noch offen. Der Solling-Vogler ist mit 38 500 Hektar Niedersachsens zweitgrößtes Waldgebiet. Es liegt im Weserbergland und ist dünn besiedelt. Doch für die Region spielt der Wald eine wichtige Rolle: Die beiden Forstämter Neuhaus und Dassel vermarkten pro Jahr eine Viertelmillion Kubikmeter Rohholz. Davon gehen allein 30 000 Kubikmeter an die örtlichen Brennholzkunden. Rund 90 Prozent des eingeschlagenen Holzes finden Abnehmer im Umkreis von 150 Kilometern. Über den neu erworbenen Güterbahnhof in Stadtoldendorf kann der Rohstoff Holz umweltverträglich zu den Weiterverarbeitern gelangen.

Die Landesforsten vergeben Aufträge an Unternehmen im Umfang von 5,5 Millionen Euro. Somit hängen fast einhundert Arbeitsplätze von Aufträgen in der strukturschwachen Region ab. Auf 600 Hektar entstanden in den letzten fünf Jahren neue Laubmischwälder. Hierfür investierten die Forstämter zwei Millionen Euro.

Neben dieser Wertschöpfung für die regionale Wirtschaft profitieren besonders Erholung und Tourismus von dem Waldreichtum der Region. Wanderer und Radfahrer nutzen ein ausgeschildertes Wegenetz. Hochmoorstege und Hochseilgarten gehören genauso zu den Attraktionen wie ein Erlebniswald mit Baumhotel oder das Hutewald-Projekt, bei dem weidende Heckrinder und Exmoorponys die lichten Eichenwälder erhalten sollen. Der Wildpark Neuhaus zeigt einheimische und in der freien Natur bereits ausgestorbene Wildtiere. Dort wird im kommenden Jahr das neu errichtete Besucherzentrum eröffnet.

Die Niedersächsischen Landesforsten bewirtschaften und schützen den überwiegend aus Laubbäumen bestehenden Solling-Wald auf Grundlage des Löwe-Programms, das für langfristige, ökologische Waldentwicklung steht. Viele seltene Tiere wie Wildkatze, Schwarzstorch, Sperlingskauz und Hirschkäfer profitieren von diesem Konzept. Rund 500 000 Kubikmeter Holz werden in den deutschen Schutzgebieten als stehendes oder liegendes Totholz im Wirtschaftswald einer natürlichen Entwicklung überlassen.

Das Ergebnis der Abstimmung wird am 30. November bekannt gegeben.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare