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Veranstalter zeigen großes Interesse an „Steinzeichen“-Areal / Erstes Event schon im August?

Wird aus dem Steinzeichen ein Festivalgelände?

RINTELN. Was braucht ein Festivalgelände, wenn Beats bis zum Morgengrauen durch die Luft wummern? Anwohner müssen weit genug weg wohnen, um sich nicht gestört zu fühlen. Und die Veranstalter brauchen: Parkplätze, Wege, Sanitäranlagen, Stromanschluss, Wasser. Das Gelände des „Steinzeichen Steinbergen“ scheint perfekt zu sein.

veröffentlicht am 11.04.2017 um 16:02 Uhr

Wird so bald im „Steinzeichen Steinbergen“ gefeiert? Wenn es nach den Ideen einiger Veranstalter und des Touristikzentrums Westliches Weserbergland geht, könnte aus dem Steinbruch ein Festivalgelände werden. Archivfoto: rnk
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Hans Weimann Reporter
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So ist es nicht überraschend, dass inzwischen bei Matthias Gräbner, Geschäftsführer des Touristikzentrums Westliches Weserbergland, die ersten Festival-Veranstalter angefragt haben, nachdem sich herumgesprochen hat, dass das „Steinzeichen“ nach der Insolvenz wieder belebt werden soll. Konkret wird es voraussichtlich bereits im August. Turgay Avcioglu, der Veranstalter von „Weser Life“, ist gerade dabei, mit Techno-Gruppen Termine zu vereinbaren und Verträge vorzubereiten. Im Vorjahr war Avioglu mit „Weser Life“ am Weseranger. Das Festival begann in der Mittagshitze, die Gäste machten sich eher rar. Als endlich gegen Abend rund 500 Zuhörer den Weseranger füllten, war um 22 Uhr bereits wieder Schluss. Dieses Problem stellt sich im „Steinzeichen“ nicht.

Doch entschieden ist noch nichts, alle Festival-Ambitionen befinden sich in der Planungsphase und auch die Formalia der Stadt fehlen noch, beispielsweise die Auflagen des Ordnungsamtes.

Das Gelände ist gewissermaßen festivalerprobt. Hendrik Kubitzky und sein Team von „Weser Massiv“ lockte drei Jahre hintereinander Tausende nach Steinbergen. Bei der Premiere wurde sogar mit einem Lärmmessgerät kontrolliert, ob es in Steinbergen und Buchholz nicht zu laut wird. Wurde es nicht, denn die Dancefloors lagen tief im Gelände, vor dem Lichttunnel sogar umgeben von 15 Meter hohen Felswänden.

Nach „Weser Massiv“ kamen „Weser Tekk“, die im Steinbruch vier Partys bis zum Jahr 2015 organisierten, um dann im Vorjahr ins Industriegebiet Rinteln Süd auf das Gelände des ehemaligen Avanti-Marktes umzuziehen.

Überrascht hat Gräbner die positive Resonanz auf seine Idee, aus dem „Steinzeichen“ einen Mountainbike-Park zu machen. Es sei offensichtlich die Jugend- und Outdoor-Szene, die dem „Steinzeichen“ eine Zukunft bieten könne, nachdem die Idee eines Kulturparks gescheitert ist.

Doch dafür müssen die Voraussetzungen erst noch geschaffen werden. Die Fahrstrecken für die Mountainbiker, die Wege für die Fußgänger und die Besucher des „Jahrtausendblicks“ müssen abgestimmt, ausgeschildert und zum Teil neu gestaltet werden. Weil es im „Steinzeichen“ keine Lifte gibt wie in den Bike-Parks im Harz und Sauerland, muss ein Shuttle-Service aufgebaut werden.

Für Kletterer gibt es bereits eine Infrastruktur mit Kletterwand und Air-Trail-Park. Vorstellbar sei hier, sagt Gräbner, noch eine Anlage für den Trendsport Bouldern (Klettern ohne Seil und Gurt an Felsblöcken) sowie eine Indoor-Kletterwand einzurichten. An Ideen, sagt Gräbner, fehlt es also nicht. Doch realisiert werden könne das alles nur Schritt für Schritt. Noch fehlt die Zusage des europäischen Leader-Förderprogramms und damit das Gelder für die Neuplanung des Geländes. Zusätzlich müssen Eigentümer wie Insolvenzverwalter zustimmen, eine neue Gesellschaft als Träger des Parkes gegründet werden. Doch Gräbner ist optimistisch, dass das Konzept Realität werden könnte.

Saisonbeginn: Der Park ist inzwischen wieder für Gruppen geöffnet. Und es gibt erste Buchungen für die Angebote Air-Trail-Park, Kletterkurse, Erlebniswanderungen und Bogenschießen. Mehr Infos dazu gibt es auf der Homepage des Touristikzentrums, www.westliches-weserbergland.de/erlebniswelt-steinzeichen.

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