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Landkreis bewirbt sich als „Masterplan-Kommune“ bei Klimaschutzinitiative

„Wir stoßen die Tür zu einer neuen Welt auf“

Hameln-Pyrmont. Bis zum Jahr 2050 will der Landkreis Hameln-Pyrmont seine gesamte Stromversorgung auf erneuerbare Energien umgestellt haben. „Ein ambitioniertes Ziel“ nennt Andreas Manz, Wirtschaftsförderer bei der Kreisverwaltung, unter Verweis auf einen entsprechenden Kreistagsbeschluss vom Dezember 2012 das Vorhaben. Damit die Pläne auch Wirklichkeit werden können, will sich der Landkreis Hameln-Pyrmont im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit als „Masterplan-Kommune“ bewerben. Einen entsprechenden einstimmigen Beschluss haben gestern die Mitglieder des Ausschusses für erneuerbare Energien/Umwelt/Wirtschaft gefasst und die Klimaschutzagentur Weserbergland beauftragt, einen entsprechenden Förderantrag vorzubereiten.

veröffentlicht am 07.07.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:08 Uhr

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Hans-Joachim-Weiß-Redakteur-Lokales-Hameln-Dewezet

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Bei erfolgreicher Bewerbung werden ab 2016 vier Jahre lang 160 000 Euro in die Kasse des Landkreises fließen – eine Förderquote von 80 Prozent. „Diese Mittel sind für Personal- und Sachkosten vorgesehen und sollen neben der Konzepterstellung insbesondere für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen verwendet werden“, erläuterte Tobias Timm der Politik und betonte, dass der Eigenanteil in Höhe von 20 Prozent aus den Mitteln des Landkreises an die Klimaschutzagentur verwendet werden könne, sodass kein zusätzliches Budget aufgebracht werden müsse. Der Geschäftsführer der Klimaschutzagentur Weserbergland verkündete zudem, dass derzeit Gespräche mit den Landkreisen Holzminden, Schaumburg und Nienburg geführt würden, um eventuell unter der Federführung der Klimaschutzagentur einen gemeinsamen Förderantrag als REK-Weserbergland einzureichen. „Das steigert unsere Chancen, dabei zu sein“, sagte Timm, der dem Landkreis gute Bewerbungschancen einräumt: „Das Förderprogramm richtet sich an Kommunen, die nicht bei Null anfangen und mit einer Strahlkraft für ein ganzes Gebiet aufwarten können“, begründete der Geschäftsführer.

Die Antragstellung laufe bundesweit über ein zweistufiges Verfahren. Zunächst müsse bis zum 31. August eine erste Antragsskizze verfasst werden. In einem zweiten Verfahren werden die Bewerber ausgewählt und zur Einreichung eines konkreten Antrags aufgefordert. Die Benennung der geförderten Kommunen solle voraussichtlich im kommenden März erfolgen.

„Wir sind überzeugt, dass wir eine der Masterplan-Kommunen werden können. Deshalb sollten wir uns so schnell wie möglich bewerben. Es ist eine einmalige Chance“, drängte Tom Jürdens (Grüne) zur Eile. Hellmuth Mönckeberg (ProBürger) setzte sich dafür ein, dass auch das Solarinstitut Ohr beteiligt werden solle. „Ein Pfund, mit dem wir wuchern können“, sagte er. Auch CDU und SPD befürworten die Bewerbung, die heute noch vom Kreistag bestätigt werden muss, denn Teil des Antrages ist, dass ein Beschluss des höchsten Gremiums der Gebietskörperschaft vorliegen muss. Das Ja des Kreistages gilt als sicher. „Wir stoßen die Tür in eine neue Welt auf“, sagte Constantin Grosch für die Sozialdemokraten, die zusammen mit den Grünen die Mehrheitsgruppe stellen.



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