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Nach einem Jahr unter neuer Leitung und mit neuem Konzept halbiert die Jugendhilfeeinrichtung „Wendepunkt“ ihr Defizit

„Wir sind optimistisch, auf die schwarze Null zu kommen“

Hameln-Pyrmont. Eigentlich sollte es eine Zufluchtsstätte sein für in Not geratene Kinder und Jugendliche, dann geriet das Kinderheim Reseberg an der Hamelner Leuthenstraße selbst in Not. Seit einem Jahr arbeitet die Jugendhilfeeinrichtung, die in ihren letzten Jahren als Netto-Regiebetrieb des Landkreises Hameln-Pyrmont tiefrote Zahlen im sechsstelligen Bereich schrieb, nun unter neuem Namen – „Wendepunkt“ –, mit neuer Betriebsform, neuem Konzept und einem neuen Betriebsleiter. Eben jener – Sozialpädagoge Eckhard Witte – hat nun „außerordentlich Erfreuliches“ zu berichten: Mit einer Auslastungsquote von 86 Prozent war das Heim im Oktober nur noch neun Prozentpunkte von einer kostendeckenden Auslastung entfernt. „In der neu eingerichteten Jugendwohngruppe für 16- bis 18-Jährigen sind derzeit fünf von acht Plätzen belegt, bis zum Jahresende sollen es sechs von acht sein“, sagt Witte. Im „Jahr des Umbaus“, wie der Betriebsleiter es nennt, habe es also eine „Tendenz zum Guten“ gegeben.

veröffentlicht am 26.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 12:41 Uhr

Wiebke Kanz

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Wiebke  Kanz Reporterin (in Elternzeit) zur Autorenseite
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Der errechnete Zuschussbedarf in Höhe von 395 300 Euro durch den Landkreis Hameln-Pyrmont werde voraussichtlich dennoch in voller Höhe benötigt, da das durch Minderaushaben und Mehreinnahmen eingesparte Geld in den Brandschutz investiert worden sei. „Sie haben Modernisierungsmaßnahmen trotz angespannter finanzieller Lage umsetzen können“, lobte Kreistagsmitglied Swen Fischer (SPD) bei der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses. Für das Wirtschaftsjahr 2014, berichtet Witte weiter, kalkuliere der „Wendepunkt“ jedoch mit einem deutlich geringeren Zuschussbedarf von 192 100 Euro, das Defizit werde sich voraussichtlich halbieren.

Der Name „Kinderheim Reseberg“, beschreibt der Betriebsleiter das Imageproblem des „Wendepunkt“, hänge der Einrichtung noch immer nach, „eine Unternehmenskultur zu ändern, braucht eben Zeit“. Dennoch sei es innerhalb eines Jahres gelungen, einige Alleinstellungsmerkmale zu schaffen, die den „Wendepunkt“ bei Jugendämtern auch über die Kreisgrenzen hinaus beliebt machen.

Für die Folgejahre sei Witte optimistisch, „auf die schwarze Null zu kommen“. Dies stehe und falle natürlich mit der Belegung, die vor allem im Bereich der Inobhutnahme schwer zu planen sei. „Da gab es in allen Jahren enorme Schwankungen. Man weiß nie, wie viele Familien in Not geraten.“



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