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Jahrelange Hängepartie um Standort der Selbert-Schule / Linsingen-Kaserne als Option?

„Wir sind mit unserer Geduld am Ende“

Hameln-Pyrmont. Wie sieht der künftige Standort der Elisabeth-Selbert-Schule aus? Werden sich die Berufsbildenden Schulen des Landkreises Hameln-Pyrmont künftig weiterhin auf drei Standorte in Hameln verteilen, oder wird es eine Zusammenführung in ein zentrales Schulgebäude geben? Die Meinung, die Gisela Grimme, Leiterin der Elisabeth-Selbert-Schule nun im Schulausschuss des Kreises dazu äußerte, ließ an Deutlichkeit nichts vermissen: Über zehn Jahre zöge sich die Diskussion über die Standortfrage ihrer Schule nun schon hin, so die Schul-Chefin – und nichts habe sich bislang getan. Der Standort Thibautstraße 11 sei seit 30 Jahren ein Provisorium mit veralteten Fachräumen. „Es stinkt. Wir sind mit unserer Geduld am Ende, Frust und Ärger macht sich im Kollegium breit“, sagte die Schulleiterin.

veröffentlicht am 22.09.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 17:58 Uhr

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Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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Und damit war ihr der Applaus ihrer Kollegen sicher, die zu dieser Schulausschusssitzung die Zuschauerbank bis auf den letzten Platz gefüllt hatten. Und die hatten zu Beginn der Debatte über die Zukunft der Selbert-Schule vonseiten der Politik nur Anerkennung für ihre Arbeit gehört: Von beispielhafter Leuchtturm-Schule war da die Rede, und davon, dass der Kreis auf das Engagement dieser Lehranstalt stolz sein könne.

Dennoch: Den Durchbruch in der mittlerweile jahrzehntelangen Diskussion um ein neues Raumkonzept für die Selbert-Schule konnten die Pädagogen auch in dieser Debatte nicht miterleben. Vielmehr stellte Clemens Gebauer, Amtsleiter der Kreisabteilung Schulen und Bildung, erst einmal zwei Raumprogramme vor, die in Version 1 die beiden alten Standorte Münsterkirchhof und Thibautstraße beibehielten (der Standort Langer Wall ist in den derzeitigen Planungen bereits abgeschrieben), in Version 2 den Raumbedarf an dem dann zu erweiternden Standort Thibautstraße betrachteten. Während hierbei jedoch exakte Zahlen für Quadratmeter-Aufteilungen bei beiden Versionen angegeben werden konnten, steht eine Kosten- und Wirtschaftlichkeitsberechnung für beide Varianten immer noch aus.

Dazu kommt der Umstand, dass mit dem Abzug der britischen Streitkräfte Kasernengelände frei werden. Und hier gibt es jetzt die neue Überlegung, die Selbert-Schule in Teile der Linsingen-Kaserne zu einem ganz neuen Schulstandort zusammenzufassen. Hierfür jedoch müssen die gesamten Planungen noch einmal ganz bei Null anfangen. Derzeitiger offizieller Stand der Dinge ist: „Eine weitere, Weichen stellende Beschlussfassung zum Thema Entwicklung der Elisabeth-Selbert-Schule kann nur auf Basis der neu zu ermittelnden Daten erfolgen und ist vom Ergebnis der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung abhängig.“ Letztere steht aber noch aus. Hier sagt Clemens Gebauer für die Verwaltung zu, in der Schul- und Bauausschusssitzung im November bereits Genaueres sagen zu können. Und Kreisrätin Petra Broistedt geht sogar noch weiter, kündigt an, dass die Kosten für eine Platzierung der Selbert-Schule im künftigen Haushalt bereits auftauchen sollen.

Bleibt am Ende der unendlichen Geschichte um den zukünftigen Standort der Berufsbildenden Schulen des Landkreises Hameln-Pyrmont noch eines: Der Appell von Schulleiterin Grimme an Politik und Verwaltung. Grimme: „Ich bitte darum, dass wir nicht noch zehn weitere Jahre warten müssen...“

Das Gebäude der Selbert-Schule am Münsterkirchhof. Könnte die Linsgen-Kaserne der künftige Standort sein?

Wal



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