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Kälte lässt Arbeitslosigkeit kräftig steigen

Winter hält den Arbeitsmarkt im Griff

Weserbergland. (red) Mit der kalten Witterung hat der bisher ausgebliebene, jahresübliche saisonale Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar voll durchgeschlagen: Die Zahl der im Weserbergland arbeitslos gemeldeten Frauen und Männer stieg um 1.273 auf 14.132 (+ 9,9%). Viele hatten sich nach einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung arbeitslos gemeldet.

veröffentlicht am 02.02.2016 um 12:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 08:41 Uhr

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Entsprechend stieg die Zahl der arbeitslosen Männer und Frauen im Bereich der konjunktursensibleren Arbeitslosenversicherung (Arbeitsagenturen/SGB III) deutlicher (+ 21,1%), als im Bereich der Jobcenter (Grundsicherung/SGB II) (+ 5,4 %). Witterungsbedingt wurden Außenarbeiten eingestellt, hiervon waren in erster Linie Männer betroffen. Deren Arbeitslosenzahl stieg überproportional um 13,4 Prozent gegenüber Dezember (Frauen: + 5,5%).

Im niedersächsischen Durchschnitt liegt die Arbeitslosenquote bei 6,4 Prozent. Im Landkreis Hameln-Pyrmont waren im Januar 5954 Menschen (7,8 Prozent) arbeitslos gemeldet, der Kreis Holzminden kommt auf 2717 (7,6 Prozent), Schaumburg auf 5461 Männer und Frauen (6,8 Prozent).

Die Arbeitslosenquote im gesamten Weserbergland lag mit 7,3 Prozent 0,6 Prozentpunkte über dem Vormonat, aber deutlich unter dem Niveau von Januar 2015 (- 0,5 Prozentpunkte). Im Januar des vergangenen Jahres waren noch 680 mehr Männer und Frauen bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern arbeitslos gemeldet, die Arbeitslosigkeit ist damit insgesamt um 4,6 Prozent zurückgegangen.

Arbeitsmarkt Januar 2016

Gleichzeitig wurden Januar aber auch 729 freie Arbeitsstellen neu gemeldet – ein Plus gegenüber Dezember von 32 Stellen (+4,6%). Damit zieht die Nachfrage in Erwartung des Frühjahrs wieder an und ist deutlich lebhafter als im Januar des vergangenen Jahres (+97/+15,3%). Der seit Monaten starke Arbeitskräftebedarf setzte sich damit fort. Das wirkt sich auch auf den Bestand an offenen Stellen aus: dieser liegt mit insgesamt 2.346 gemeldeten Arbeitsstellen deutlich über dem Niveau des Vorjahres (+395/+20,2%).

Die  Zahll der Beschäftigten mit  einer  Staatsangehörigkeit  aus  Griechenland,   Italien,  Portugal  und  Spanien erhöhte sich um 27.000 oder 5,1 Prozent. Die Arbeitslosigkeit hat um 500 oder 0,8 Prozent und der Leistungsbezug im SGB II um 7.900 oder 5,8 Prozent zugenommen. Die  Beschäftigung  von  Staatsangehörigen  aus den  Asylzugangsländern ist  um  45.000 oder 9,8 Prozent gestiegen. Hier hat die Arbeitslosigkeit um 39.000 oder 27 Prozent und der Leistungsbezug im SGB II um 98.000 oder 27 Prozent zugenommen.



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