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Heißluftballon verfängt sich in Flutlichtmast / Feuerwehr eilt Piloten und Passagieren zu Hilfe

Windböe verursacht Bruchlandung

Hehlen. Ein voll besetzter Heißluftballon ist am Samstagabend gegen 19 Uhr bei der Landung auf einer Wiese neben dem Sportplatz in Hehlen von einer Windböe erfasst worden. Der Korb, in dem sich der Pilot, ein weiterer Mann und vier Frauen befanden, prallte gegen einen Weidezaunpfahl, die Ballonhülle verfing sich kurz danach in einem zirka neun Meter hohen Flutlichtmast. Verletzt wurde niemand.

veröffentlicht am 31.03.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 10.10.2017 um 09:08 Uhr

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Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Der 4250-Kubikmeter-Ballon war in Alfeld gestartet. Der Inhaber eines Luftfahrtunternehmens aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont sagte gestern, widrige Windverhältnisse seien schuld an dem Zwischenfall gewesen. „Böiger Wind aus wechselnden Richtungen ist bei Sonnenuntergang untypisch und war auch nicht vorhergesagt worden.“ Glücklicherweise sei alles glimpflich ausgegangen. Die Höhe des Schadens ist noch unbekannt. Die 25 000 bis 30 000 Euro teure Hülle könne repariert werden, hieß es.

Die Polizei sprach von einer „Bruchlandung“. Das schöne Flugwetter sei von zahlreichen Ballonfahrern ausgenutzt worden, sagte der Erste Hauptkommissar August-Wilhelm-Winsmann. „Nachdem die geplante Landung zwischen Wohngebiet und Sportplatz problemlos geklappt hatte, ist der Korb nochmals vom Boden abgehoben.“

Der 52 Jahre alte Ballon-Pilot hatte das Unglück während der Landeanfahrt kommen sehen – er versuchte vergeblich, mithilfe der beiden Brenner rasch Auftrieb zu bekommen. Er gab Gas, damit der Heißluftballon „zum Durchstarten viel Dampf kriegt“. Leider habe das Manöver nicht geklappt, sagte er.

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Eine Passagierin (43) aus Alfeld sagte, sie habe ein mulmiges Gefühl gehabt, als der Ballon von der Böe erfasst und der Korb gegen den Weidezaun-pfahl geprallt sei. Aber das war nur eine Schrecksekunde. „Ist ja noch mal gut gegangen.“

Der ehrenamtliche Feuerwehrmann Andreas Timmermann ging gerade spazieren, als sich der Passagierballon in dem Mast verfing. Der Hauptlöschmeister alarmierte sofort seine Kameraden. Mit 15 Freiwilligen und zwei Fahrzeugen war die Feuerwehr Hehlen rasch zur Stelle, um zu helfen. „Glücklicherweise ist niemand verletzt worden“, sagt Einsatzleiter Joachim Kersting. Der stellvertretende Ortsbrandmeister sorgte dafür, dass ein Kran den Einsatzort ansteuerte. „Ich habe zwei heimische Firmen angerufen. Das Unternehmen ,Brinkmann Dachtechnik‘ aus Lichtenhagen hat sofort Hilfe zugesagt.“ Vom Korb des Spezialkrans aus wurde die zerfetzte Ballonhülle von dem Stahlmast, an dem sich die spitzen Stege einer Steigleiter befinden, entfernt. Feuerwehrmänner halfen dem Ballonteam dabei, die beschädigte Hülle zu verpacken und zu verladen. Mit dem Dachdeckerkran wurde auch der an einer Böschung stehende Korb geborgen.

Ist gegen einen Flutlichtmast geweht worden: Der aufgerissene Heißluftballon wird mit einem Kran geborgen. ube

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