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Kreisjägermeister: „Runter vom Gas!“

Wildwechsel – im Wald und an Maisfeldern droht Gefahr

WESERBERGLAND. Es mehren sich derzeit im Weserbergland Unfälle mit Wild. Das veranlasst die Kreisjägermeister dazu, eindringlich vor den Gefahren zu warnen: „Besonders gefährlich sind Bereiche, in denen Mais bis dicht an die Straße steht.“

veröffentlicht am 28.08.2018 um 10:18 Uhr

Typischer Wildunfall: Das Wildschwein wurde nach dem Zusammenprall mit einem Auto an den Rand eines Maisfeldes geschleudert. Foto: pr.

Autor:

PETER JAHN
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WESERBERGLAND. Es mehren sich derzeit im Weserbergland Unfälle mit Wild. Das veranlasst Hameln-Pyrmonts Kreisjägermeister dazu, eindringlich vor den Gefahren zu warnen. „Besonders gefährlich sind Bereiche, in denen Mais bis dicht an die Straße steht. Denn dort ist Wild erst im letzten Moment zu sehen, ein Ausweichen kaum mehr möglich“, sagt Jürgen Ziegler.

Ein solcher Unfall ereignete sich auf der Kreisstraße 60 zwischen Afferde und Klein Hilligsfeld. Ein Überläuferkeiler ist dort mit einem Pkw zusammengestoßen. Die Fahrerin des Autos, an dem im Frontbereich erheblicher Schaden entstand, hatte Glück im Unglück und sich nicht verletzt. Das Wildschwein (Gewicht etwa 60 Kilogramm), das von einem Rübenfeld kam und auf die andere Straßenseite wollte, wurde durch den Aufprall über einen Graben an den Rand des Maisfeldes geschleudert.

„Weder in den Rüben- noch in den Maisfeldern sind Wildschweine für Auto- oder Motorradfahrer im Scheinwerferlicht zu erkennen. Erst beim Verlassen des Feldes und des angrenzenden Straßengrabens, also unmittelbar vor dem Betreten der Fahrbahn, können sie wahrgenommen werden“, erklärt Ziegler. Dann ist es für ein Bremsmanöver häufig zu spät. Der Kreisjägermeister appelliert deshalb an die Verkehrsteilnehmer: „Runter vom Gaspedal – schwere Schäden am Auto und Personenschäden lassen sich nur durch eine verringerte Geschwindigkeit verhindern.“

Gefahrenbereiche sind insbesondere Mais- und Rübenfelder, die Nahrung und Deckung für Wildschweine bieten, aber auch alle Waldflächen. In diesem Jahr kommt noch eine Besonderheit hinzu: Aufgrund der Trockenheit sind Wildschweine noch mehr unterwegs. Sie suchen feuchte Gebiete, um zu suhlen und zu trinken. Sie kreuzen deshalb häufiger auch Straßen. Derzeit wird der Mais geerntet, was für die Wildschweine eine Umstellung bei der Nahrungssuche bedeutet. Fährt der Häcksler in den Mais, werden die Wildschweine noch eine Weile ausharren, dann aber so schnell sie laufen können auf der Suche nach einer ruhigeren Deckung den Maisschlag verlassen. Wenn es zu einem Unfall gekommen ist, sollte umgehend die Polizei benachrichtigt werden. Die Beamten haben eine Liste mit den zuständigen Jagdpächtern der einzelnen Reviere vorliegen, die informiert werden, um das tote Wild zu beseitigen. Sollte das Tier noch leben oder schwer verletzt flüchten, wird es vom zuständigen Jagdausübungsberechtigten schnellstmöglich gesucht, um es zu erlösen.



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