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Immer mehr Pflegetiere ergeben ein Minus im Haushalt

Wildtierstation stockt Personal auf

LANDKREIS SCHAUMBURG. Mit 2494 aufgenommenen Tieren ist das Personal der Wildtier- und Artenschutzstation im Sachsenhäger Stadtwald im vergangenen Jahr über die Grenzen hinaus belastet worden. Dieser neuerliche Anstieg spiegelt sich auch im Haushalt des Trägervereins wider.

veröffentlicht am 14.05.2018 um 17:01 Uhr

Vier junge Iltisse hat die Wildtierstation durchgebracht. Foto: jpw

Autor:

JAN PETER WIBORG
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Kassenwart Rolf Hermann präsentierte das Zahlenwerk während der Hauptversammlung im Gasthaus Gerland in Nienbrügge im Gegensatz zu früheren Jahren mit einem Minus von 20 000 Euro. Der Grund: Die Station musste einen weiteren Tierpfleger einstellen, um die Arbeit insbesondere zur sommerlichen Jungvogelzeit mit rund 1000 Eingängen allein im Juni und Juli schaffen zu können.

„Das soll uns aber keine Bauchschmerzen machen“, sagte Hermann. Insbesondere durch zwei Erbschaften verfügt der Verein über ansehnliche Rücklagen, die nun zu einem kleinen Teil für den Haushaltsausgleich eingesetzt werden.

Stationsleiter Florian Brandes bilanzierte im Stationsbericht 2093 Wildtiere mit insgesamt 112 Arten, 235 Exoten mit 66 Arten, 74 Haustiere mit sieben Arten und 92 unter Artenschutz stehende Tiere, die aufgenommen werden mussten.

Die Mitarbeiter haben 53 Prozent der Wildtiere wieder ausgewildert. 28 Prozent der Wildtiere sind in der Station gestorben, zwei Prozent gehören zum Bestand oder sind an Zoos oder Wildparke vermittelt worden.

Zahlenmäßiger Spitzenreiter war auch im vergangenen Jahr der Igel mit 258 Exemplaren, nach den Worten von Brandes gegenüber den vergangenen Jahren ein Rückgang. Es folgen die Ringeltaube (153 Vögel) vor der Amsel (152), dem Haussperling mit 131 und dem Mauersegler mit 97 Tieren. 79 Turmfalken wurden in der Station aufgenommen, 76 Mäusebussarde, 76 Mehlschwalben, 74 Rauchschwalben, 71 Stockenten, 70 Feldhasen, 58 Kohlmeisen, 56 Eichhörnchen, 46 Stadttauben und 40 Hausrotschwänze.

Auch vier junge Iltisse gehörten zu den Pfleglingen in der Station. „Wie gut, dass wir sie durchgebracht haben“, so Brandes, „denn auch die Iltisse werden in der Natur immer weniger.“

Die Besucherzahlen in der Station sind mit 2541 Menschen zurückgegangen. „Das liegt nur daran, dass wir kein Sommerfest veranstaltet haben“, ist sich der Vereinsvorsitzende Uwe Wolters sicher. Rund 3000 bis 4000 Menschen fehlen dem Verein so in seiner Bilanz. Ein Sommerfest soll es am 26. August wieder geben.

Nach der Fertigstellung der Wildvogel-Voliere 2017 plant der Verein für dieses Jahr den Umbau einer ehemaligen Werkstatt zum Schulungsraum. Für das mit 150 000 Euro kalkulierte Projekt wird auf rund 55 000 Euro aus Leader-Mitteln gehofft, 30 000 Euro will die Stadt Sachsenhagen zuschießen, 15 000 Euro kommen vom Landkreis. Dazu bringt der Verein 23 000 Euro aus der eigenen Kasse auf.



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