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Mangelnde Erfahrung, schwierige Besitzverhältnisse, zu wenig Geld: Probleme rund um den Fund von Obernkirchen

Wie macht man Dinospuren zum Touristenmagneten?

Obernkirchen (mld). Allmählich tauen Schnee und Eis auf den Gesteinsplatten im Obernkirchener Steinbruch, die Dinofährten kommen wieder zum Vorschein, und die Frage, wie die Millionen Jahre alten Spuren touristisch am besten genutzt und vor Verwitterung und Besucherandrang geschützt werden können, taucht auf den Tagesordnungen der lokalpolitischen Gremien auf.

veröffentlicht am 03.02.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 15:21 Uhr

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Fest steht, dass die touristische Nutzung des Sensationsfundes erst einmal vom Forstamt des Landkreises Schaumburg koordiniert werden soll, erläutert Projektleiter Fritz Klebe vom Hochbauamt. „Der Landkreis wird aber Träger des gesamten Projektes sein.“ Langfristig ist allerdings geplant, das Projekt dem Kulturförderverein „Schaumburger Landschaft“ in die Hände zu legen, der die einzigartigen Dinofährten künftig entsprechend vermarkten soll. Das Problem, so Klebe: Noch sei die 1992 gegründete „Schaumburger Landschaft“ nicht im „operativen Geschäft“, habe also keinerlei Erfahrungen in der Vermarktung von „touristischen Produkten“ gesammelt.

Und noch weitere Probleme gibt es auf dem Weg zum großen Ausflugsziel: So müssten zum Beispiel noch die Eigentumsverhältnisse im Steinbruch geklärt werden, erläutert Klebe. Außerdem müsse die Abbaugenehmigung im Steinbruch geändert werden, da die Flächen, auf denen die zahlreichen Saurierfährten gefunden wurden – insgesamt rund 2000 Quadratmeter groß – für den Abbau künftig natürlich nicht mehr zur Verfügung stehen werden. „Das wird teuer“, kündigt Klebe an. „Und es wird Jahre dauern.“

Langwierig könnte auch die Frage nach der Finanzierung werden: Weder das Land noch die Obernkirchener Sandsteinbrüche wollen sich am Konzept finanziell beteiligen, sagt Klebe. Veranschlagt für die touristische Erschließung der zwei Fährtenplatten sind 250 000 Euro. Einen Zuschuss in Höhe von 125 000 Euro hat das Leader-Förderprogramm der EU im Oktober letzten Jahres bewilligt.



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