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Zum morgigen Tag der erneuerbaren Energien: Ein Blick in die Fuhrparks der Rathäuser

Wie kommt der Bürgermeister zur Arbeit?

Hameln-Pyrmont. Die einen sind zu Fuß oder per Fahrrad unterwegs, die anderen nehmen den repräsentativen Dienstwagen mit dem Stern auf der Haube, und auch ein Büromobil gibt es als Fortbewegungsmittel der Bürgermeister im Landkreis Hameln-Pyrmont. Zum morgigen „Tag der erneuerbaren Energien“ haben wir uns umgeschaut im Fuhrpark der Verwaltungschefs.

veröffentlicht am 23.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 23:21 Uhr

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Autor:

Andrea Gerstenberger
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Den Antrieb Brennstoffzelle oder das Elektroauto sucht man in der Region zwar vergebens, aber in Emmerthal unterhält die Gemeinde am Ohrberg in Sichtweite des Solarforschungsinstitutes schon mal eine Solartankstelle. Dort steht ein Gemeinschafts-Carport mit Photovoltaikmodulen als Dach und einem Stellplatz, an dem Elektroautos aufgeladen werden können. „200 000 Euro hat das mal die Gemeinde gekostet“, so Bürgermeister An-dreas Grossmann. „Leider wird sie so gut wie nicht genutzt.“ Auch im Gemeindefuhrpark sucht man ein Elektroauto vergeblich. „Die Reichweite von Elektroautos ist zu gering für eine sinnvolle Nutzung.“ Andreas Grossmann fährt, wenn es sein muss, im Dienst seinen Privatwagen, einen neun Jahre alten Toyota Avensis Kombi, Benziner, 115 PS und setzt ansonsten auf die „erneuerbare Energie“ Muskelkraft. Seit seinem Umzug nach Kirchohsen kommt er mit dem Fahrrad ins Rathaus.

Sein Salzhemmendorfer Kollege, Martin Kempe, hat eine Elektrotankstelle an der Ith-Sole-Therme in Planung, aber auch kein Elektroauto. In Sachen Umwelt steht der Flecken Salzhemmendorf aber in Verhandlungen und bemüht sich um einen Elektro-Smart als Dienstwagen. Zurzeit schwört der Bürgermeister auf sein privates „Büromobil“, ein perfekt nach seinen Bedürfnissen ausgestatteter VW T4, Baujahr 1998, TDI, 125 PS, inklusive Faxgerät und dem Sakko zum Wechseln. „Der wurde von einer Salzhemmendorfer Spezialfirma per Chip-Tuning so umgerüstet, dass er bei gleicher Leistung weniger verbraucht“, erklärt Martin Kempe und ist enttäuscht darüber, dass der Wagen trotzdem nur eine rote Umweltplakette hat und für Fahrten nach Hannover nicht genutzt werden kann. Ins Rathaus geht der Verwaltungschef vom Ith zu Fuß.

Auf Muskelantrieb setzt auch der Amtskollege aus dem Flecken Aerzen. Bernhard Wagner nimmt wie Grossmann das Fahrrad ins Büro und für Fahrten im Ort. Und wenn es nach außerhalb geht, seinen privaten Golf IV, ein Benziner, Bj. 2003. Anders als in den anderen Verwaltungen gibt es in Aerzen gar keine Dienstwagen. „Der Hausmeister holt die Post zu Fuß und wenn mal ein Mitarbeiter in die Ortsteile muss, dann nimmt er seinen Privatwagen“, so Wagner. Auf umweltfreundliches Carsharing setzt Silvia Nieber in Bad Münder. Sie hat bei ihrem Amtsantritt den alten Ford Scorpio, das Bürgermeisterauto ihres Vorgängers, abgeschafft und einen Jahreswagen Passat Limousine TDI in Dienst gestellt, der von allen Rathaus-Mitarbeitern genutzt werden kann. „Zu Anfang hieß es erst, das traut sich doch keiner, den Wagen der Chefin zu nehmen, aber inzwischen klappt das sehr gut.“

In Hessisch Oldendorf steht der Wagen von Bürgermeister Harald Krüger, ein Audi A 6, Benziner, Bj. 99, auch den Fachbereichsleitern zur Verfügung, und in Coppenbrügge fährt Hans-Ulrich Peschka im Dienst das Verwaltungsauto, einen Renault Clio, Benziner, 60 PS.

Lippmann fährt einen 5er BMW

Limousinen der Oberklasse fahren die beiden Oberbürgermeisterdamen im Landkreis. Hamelns Verwaltungschefin Susanne Lippmann nutzt einen 5er BMW, Diesel, 190 PS. Sie würde aber laut Stadtsprecher Thomas Wahmes „gern auf ein Erdgas- oder Elektroauto umsteigen, wenn eine Neuanschaffung ins Haus steht und sich ein Modell findet, das den Anforderungen entspricht.“ Elke Christina Roeder, Oberbürgermeisterin in Bad Pyrmont, hat als Dienstwagen den Mercedes 203 K, Benziner, 160 PS, Bj. 2002 ihres Vorgängers übernommen.

Während viele Kollegen Gas geben, setzt Emmerthals Bürgermeister Andreas Grossmann auf die eigene Muskelkraft.

Fotos: ag/ap



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