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Feuerwehrfahrzeug gegen Wildschweinrotte: Zehn Tiere tot

„Wie eine schwarze Mauer“

Möllenbeck.Damit konnte Heiko Ludwig beim besten Willen nicht rechnen: Am Freitagabend kehrte der Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr Rinteln gerade von einem Einsatz in Varenholz zurück, als eine Wildschweinfamilie kurz hinter Möllenbeck die Straße überquerte.

veröffentlicht am 17.04.2016 um 19:50 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:54 Uhr

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„Plötzlich waren sie da. Ruck, zuck. Wie eine schwarze Mauer“, beschreibt Ludwig seinen ersten Eindruck. „Zum Nachdenken hatte ich keine Zeit. Ausweichen oder Lenken war unmöglich. Ich habe gebremst und naja, Augen zu und durch halt.“ Nachdem Ludwig das Auto verließ, stellte er fest, dass er eine ganze Rotte erwischt hatte. Zehn Wildschweine waren dem Feuerwehrmann vors Auto gelaufen. Der hinzugezogene Jagdpächter Ulrich Menneking musste einen der Frischlinge erlösen. „Von so einem Fall habe ich noch nie gehört“, sagt er, „das ist selbst uns Fachleuten, die damit täglich zu tun haben, noch nicht untergekommen.“

Das neue Einsatzleitfahrzeug der Feuerwehr ist etwas höher gelegt, dadurch gerieten einige Tiere unter das Fahrzeug. Trotzdem ist der VW Tiguan nun für einige Tage außer Gefecht und muss zur Reparatur.

„Feuerwehrfahrzeuge sind ja recht robust, aber bei einem normalen Pkw hätte das richtig ins Auge gehen können“, sagt der Jagdpächter. „Man muss wirklich höllisch aufpassen auf der Straße.“ Er rät, lieber etwas langsamer zu fahren, gerade jetzt, wo das Gras auch wieder höher wachse. „Die Bache hatte bestimmt 50 Kilo“, die hätte bei einem Unfall mit einem normalen Pkw enormen Schaden angerichtet.

„Hoffentlich ist unser Einsatzleitfahrzeug bis zum nächsten Wochenende wieder fahrbereit“, meint Rintelns Ortsbrandmeister Thomas Blaue. Schwer beschädigt ist es zwar nicht, dennoch müsse es jetzt erst mal in die Werkstatt. „Aber in erster Linie bin ich froh, dass unserem Einsatzleiter nichts passiert ist.“jak



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