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Rinteln sucht Schulterschluss mit Schaumburg und Hameln-Pyrmont

Widerstand gegen Gütertrasse

Weserbergland/Rinteln. 2015 wird das Jahr der Entscheidung über den Bau der Güterverkehrstrasse der Bahn – durch Rinteln oder nicht? Der Rintelner Stadtrat hatte vergangene Woche einmütig beschlossen, gegen diese Variante zu kämpfen – und er hat dazu eine Sondersitzung noch in diesem Jahr gefordert.

veröffentlicht am 06.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 08:41 Uhr

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„Die Sondersitzung ist für Mittwoch, 17. Dezember, geplant“, teilte Bürgermeister Thomas Priemer mit. Wichtigste Frage: Was kostet die Analyse, die ein freies Büro erstellen soll? Baudezernentin Elena Kuhls hat in den letzten Tagen reichlich zu tun gehabt, alle nötigen Informationen zu beschaffen. „Man kann Lärm, Erschütterungen, Auswirkungen auf Verkehr, Rettungsdienst bis hin zu Hochwasser und Tourismus untersuchen, je nach Umfang ergeben sich die Kosten“, teilt Kuhls mit. „Und dafür würden mindestens einige Monate gebraucht. Wir wollen es aber so kurzfristig wie möglich.“ Priemer hatte schon in der Ratssitzung betont, dass eine kleine Widerstandslösung nur für die vier Kilometer Streckenanteil Rintelns im Berliner Verkehrsministerium wenig Eindruck machen würde. Der Rat hatte ihn deshalb beauftragt, den Schulterschluss mit Nachbarkommunen an der Bahnlinie zu suchen. „Ich habe jetzt die Landräte von Schaumburg und Hameln-Pyrmont angesprochen beziehungsweise angeschrieben und signalisiert, dass Rinteln sich damit beschäftigt, dass der Planfall 33 bei der Bahn nicht entstehen darf. Ich versuche, beide Landräte davon zu überzeugen, dass beide Landkreise beim Widerstand mitmachen müssen. Beide haben ja schon 2011 Resolutionen gegen den Ausbau der Bahnstrecke Elze–Löhne beschlossen.“ Machen beide Landkreise jetzt auch bei der Analyse mit, könnte man die Kosten teilen.

Eile ist in jedem Fall geboten. Im letzten Quartal 2015 soll der Bundestag den Bundesverkehrswegeplan Schiene 2015 beschließen, der die Investitionen für die nächsten Jahre vorzeichnet. Bis dahin werden auf Referentenebene die Beschlussvorschläge erarbeitet. Dass die Strecke Elze–Löhne gar nicht erst in die Referentenentwürfe kommt, ist das Ziel nicht nur in Rinteln.

Von Dietrich Lange



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