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Start im September

Weser-Radmarathon: 300 Kilometer an einem einzigen Tag

WESERBERGLAND. Als Matthias Gräbner, Geschäftsführer des Tourismuszentrums Westliches Weserbergland, seine Idee von einem Weser-Radmarathon zum ersten Mal vorgetragen hatte, musste er manchen Skeptiker überzeugen, ob eine solche Veranstaltung hierzulande funktionieren würde. Die große Frage war: Welcher Radsportler fährt an einem Stück 300 Kilometer? Die Antwort weiß man heute: erstaunlich viele. Am 1. September ist es wieder soweit.

veröffentlicht am 22.08.2018 um 20:27 Uhr

Es geht nicht um Bestzeiten, ums Gewinnen: Ziel ist es, die gewählten Strecken zwischen 150 und 300 Kilometern zu bewältigen. Wenn man es schafft, ist die Freude groß. Foto: Archiv/eaw
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Hans Weimann Reporter
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300 Kilometer das bedeutet einmal von Rinteln über Hameln, Bodenwerder und Holzminden bis nach Hann. Münden und zurück. Dann geht es – vor der Zieleinfahrt – noch über die Ottensteiner Hochebene, wenn man eigentlich schon von einem Bier und einer Dusche träumt.

Inzwischen hat sich in der Radsportszene längst herumgesprochen, dass die Strecke entlang der Weser abwechslungsreich ist und die Organisation der Veranstaltung verlässlich arbeitet. 40 Teilnehmer waren es beim ersten Marathon, im Vorjahr – bei der achten Auflage – starteten bereits 500 Teilnehmer. Das Angebot, zwischen 150 und 300 Kilometer wählen zu können, gibt es auch nicht überall. Dabei ist der Weser-Radmarathon kein Rennen, man muss nur die gewählte Distanz bewältigen.

Am Samstag, 1. September, erwartet Gräbner wieder „so um die 500 Teilnehmer“. Letztlich sei es auch vom Wetter abhängig, wie viele sich am Tag der Veranstaltung noch anmelden. Allerdings gibt es etwas, was nicht zu ändern ist: In diesem Jahr hat der Weser-Radmarathon Konkurrenz. Zeitgleich findet der Bodensee- und der Ötztaler Radmarathon statt.

Es ist die neunte Veranstaltung – „und wir haben im Laufe der Jahre dazugelernt“, so Gräbner. Die Strecke ist inzwischen ausgeschildert, auf den ersten 150 Kilometern mit grellgelben Wegweisern, die man auch in der Morgendämmerung nicht übersehen kann. Die ersten Radfahrer gehen immerhin ab 5.30 Uhr auf die Strecke.

Zahl und Angebot der Verpflegungsstationen sind optimiert worden. Inzwischen sind es acht, zwei neue Verpflegungsstationen sind dazugekommen. Das Anmeldesystem wurde verbessert. Dass diese Veranstaltung überhaupt möglich ist, das garantiert auch ein Netzwerk von mehr als 100 Akteuren und Helfern aus dem ganzen Weserbergland.

Mit einem „Marketing-Mix“ haben die Mitarbeiterinnen des Touristikzentrums den Weser-Radmarathon als „Marke“ in ganz Deutschland etabliert. So wird der Termin in den großen Radsportmagazinen sowie im Internet aufgeführt. Und dank des Engagements der Radsportsparte des TSV Krankenhagen ist der Wesermarathon auch beim Bund Deutscher Radfahrer gelistet. Für die Veranstaltung werden Punkte vergeben.

Erstmals gibt es in diesem Jahr ein „Einrollen zum Kaiser“ am Freitagnachmittag (31. August). Gemeint ist eine 55-Kilometer-Runde (Start 16 Uhr auf dem Marktplatz in Rinteln) zum sanierten Kaiser-Wilhelm-Denkmal in der Gemeinde Porta Westfalica mit Pause im Restaurant. Und Gräbner hat schon eine neue Idee:„Ein Wandermarathon mit Strecken auf und um den Weserberglandweg.“



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