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Gefährlicher Hochwasser-Einsatz: Hamelner THW-Helfer bergen tonnenschweren Schiffsanleger

Weser steigt: Pegel über Fünf-Meter-Marke

Hameln. Sie tragen olivgrüne Wathosen und Schwimmwesten, stemmen sich gegen die Fluten, müssen sich gegenseitig festhalten und aufpassen, dass sie nicht von der starken Strömung fortgerissen werden – die 14 Helfer des Technischen Hilfswerkes (THW) aus Hameln sind nach Rinteln gerufen worden, um einen tonnenschweren Stahlanleger der Hamelner „Weser-Personenschifffahrt“ ans Ufer zu ziehen.

veröffentlicht am 09.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 15:41 Uhr

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Autor:

Ulrich Behmann
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Aus Sorge, der Schwimmanleger könne von der Hochwasser führenden Weser aus seiner Verankerung gerissen werden, hatte Geschäftsführerin und Kapitänin Roswita Warnecke am Sonnabend das THW um Hilfe gebeten. Um 12.48 Uhr ließ der Hamelner THW-Chef Tobias Tasler Alarm für die in Klein Berkel stationierte Bergungsgruppe 1 und die Fachgruppe „Wassergefahren“ auslösen. „Die Kollegen in Rinteln hatten wir zuvor informiert. Drei Kameraden aus Schaumburg haben uns mit einem Katamaranboot von der Wasserseite aus unterstützt“, sagt Tasler. Mit dem Kran eines geländegängigen Spezialfahrzeugs und der Seilwinde eines Gerätekraftwagens konnte der Anleger geborgen werden.

Der Pegel in Wehrbergen zeigte bereits am Samstag um 12 Uhr den vom Hochwassermeldedienst in Hannover erst für Sonntag prognostizierten maximalen Wasserstand von 4,80 Meter an. Und die Weser stieg noch weiter. Der Fluss erreichte gestern um 7 Uhr seinen vorläufigen Höchststand von 4,96 Meter.

Um 9 Uhr fiel der Pegel auf 4,95 Meter. Knapp drei Stunden später (12.50 Uhr) fing die Weser erneut an zu steigen. Sie stand zu diesem Zeitpunkt nur noch vier Zentimeter unterhalb der Hochwasserstufe II, bei der der Überregionale Hochwassermeldedienst seine Arbeit aufnimmt. Um 16.30 Uhr wurde die Fünf-Meter-Marke und damit die Flutstufe II erreicht. Tendenz: weiter steigend.

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Mit vereinten Kräften wird der tonnenschwere Anleger gesichert und mit Seilwinde und Kran an Land gezogen.

Bereits seit Freitag vergangener Woche gilt ein Fahrverbot auf der Oberweser: Um 20.30 Uhr war in Hameln der höchste schiffbare Wasserstand von 4,65 Metern überschritten worden.

Einsatz im Strom: Die Hamelner THW-Helfer Tobias Beißner und Stephan Paitsch stehen in Rinteln auf der überspülten Gangway des Schiffsanlegers und bergen Treibgut.



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