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Morgen beginnt die vierte „Stunde der Wintervögel“ / Nabu ruft zum Zählen auf

Wer hat diesmal den Schnabel vorn?

Hameln. Sie flattern, sie piepsen und sie picken. Und nett anzuschauen sind sie allemal. Es sind weit mehr als Amsel, Drossel, Fink und Star, die sich auf der Suche nach Futter in bewohnte Gegenden wagen. Auch wenn sie bei den milden Temperaturen des bisherigen Winters noch nicht in Not geraten sind, viele Vogelarten lassen sich jetzt an Futterstellen in Gärten und auf Balkonen blicken. Auch in Parks oder freien Feldern sind sie sich gut zu beobachten. Vom morgigen 3. bis zum 6. Januar ruft der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) Naturfreunde auf, eine Stunde lang Vögel in Siedlungsbereichen zu zählen.

veröffentlicht am 02.01.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:14 Uhr

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Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Nicht jeder Vogel hat so eine markante Farbenpracht wie die überall auftauchende Blaumeise oder einen orangeroten Brustfleck, nachdem das nur 14 Zentimeter kleine Rotkehlchen benannt wurde. Unscheinbarer ist das Federkleid einer Heckenbraunelle, die von Nicht-Vogelkundlern mit einem gewöhnlichen Spatz verwechselt wird. Dabei hat der häufig vorkommende, jedoch zurückhaltend in Büschen und Gestrüppen lebende Vogel im Gegensatz zu Sperlingen eine schiefergraue Kopf- und Brustpartie sowie einen dünneren Schnabel.

An den drei Zähltagen werden Naturbegeisterte die Braunelle eher an ihrem Ruf, einem dünnen, hohen „Ziht“ bemerken. Ein völlig anderes Auftreten an den Futterplätzen legt da schon der Kleiber an den Tag. Frech verjagt der Vogel mit der graublauen Rückenpartie und dem typischen schwarzen Augenstreifen andere nach Nahrung Suchende von den Futterstellen.

Viele der zu beobachtenden Arten sind sogenannte Standvögel, die das ganze Jahr über bei uns bleiben. Hinzu kommen noch Gastvögel, die im Winter aus noch kälteren Regionen im Norden und Osten nach Mitteleuropa ziehen, wie Birkenzeissige oder Bergfinken. Bei Nahrungsengpässen können auch Seidenschwänze invasionsartig in unsere Breiten kommen.

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  • Rotkehlchen
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  • Kleiber
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  • Blaumeise
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Im letzten Winter griffen bundesweit mehr als 90 000 Naturfreunde zu Feldstecher, Bestimmungsbuch, Stift und Zettel. Allein Beobachter aus Niedersachsen meldeten dem Nabu 294 000 Vögel. Den Schnabel vorn hatte dabei die Kohlmeise, gefolgt vom Hausperling, der Blaumeise, dem Feldsperling und der Amsel. Besondere Aufmerksamkeit verdient bei der diesjährigen Nabu-Mitmachaktion der Grünspecht, Vogel des Jahres 2014. „Zwar ist dieser längst nicht so häufig wie der Buntspecht, aber auch der Grünspecht lässt sich zunehmend in Gärten und Parks blicken“, erläutert der Nabu-Landesvorsitzende Dr. Holger Buschmann.

Teilnehmer können ihre Zählergebisse auf der Homepage www.nabu.de mitteilen oder einen der vom Nabu bereitgestellten Flyer per Post zuschicken. Während der Naturschutzbund durch die Zählungen Aufschlüsse über die Vögel sammelt, können Hobby-Vogelzähler eine Reise, Fütterungspakete, Bücher oder DVDs gewinnen.

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