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Einsatz der besonderen Art

Wenn der Nikolaus mit dem Feuerwehrauto kommt

KRAINHAGEN/RÖHRKASTEN. In Krainhagen weiß jedes Kind, dass der Nikolaus im Feuerwehrauto kommt. Seit drei Jahren beschenkt die Feuerwehr Krainhagen am Nikolaustag Kinder im Bergdorf mit kleinen Präsenten und Süßigkeiten - am Sonntag war es wieder soweit und es gab Unterstützung aus Röhrkasten (Stadt Obernkirchen).

veröffentlicht am 08.12.2020 um 12:00 Uhr

Leonhard Behmann

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Redakteur zur Autorenseite

Die Augen des kleinen Felix Nikolaus beginnen zu leuchten, als zwei rote Feuerwehrautos mit blitzenden blauen Lichtern und blinkenden Lichterketten geschmückt vorfahren. Begeistert läuft der Vierjährige in den Vorgarten, um das Spektakel aus nächster Nähe verfolgen zu können.

Aus dem Mannschaftstransporter steigt er aus, gekleidet mit roter Kutte, Mütze und mit einem weißen Rauschebart - Stephan Meier alias Feuerwehr-Nikolaus von Krainhagen. „Ich habe gehört, hier wohnt ein Namensvetter von mir“, sagt Meier mit verstellter Stimme, während er sich in gebückter Haltung auf den Jungen zubewegt.

Meier, der eigentlich ehrenamtlicher Feuerwehrmann ist, spielt die Rolle mit Leidenschaft. Dem kleinen Felix zaubert das Geschenk ein Lächeln ins Gesicht. Den Feuerwehrhelm aus Plastik setzt der Junge sofort auf und lächelt zufrieden. Schon kurz darauf verschwindet der Nikolaus mit seinen Helfern von der Feuerwehr wieder. Die Blaulicht-Fahrzeuge rollen weiter – zur nächsten Adresse.

Kinderaugen leuchten – der kleine Felix Nikolaus mit seinem Feuerwehrhelm. Foto: leo

Seit drei Jahren beschenkt die Feuerwehr Krainhagen am Nikolaustag Kinder im Bergdorf mit kleinen Präsenten und Süßigkeiten. In Krainhagen weiß jedes Kind, dass der Nikolaus im Feuerwehrauto kommt. In diesem Jahr bekam er Unterstützung.

Auch in Röhrkasten chauffierten ehrenamtliche Feuerwehrleute mit einem Tragkraftspritzenfahrzeug den Mann in roter Kutte von Haus zu Haus.

Die Corona-Pandemie erschwerte die Tour der Freude. Doch eine Absage kam für die Ehrenamtlichen aus Krainhagen und Röhrkasten nicht infrage. Stattdessen wurde ein ausgeklügeltes Hygienekonzept entwickelt.

In jedem Fahrzeug konnten laut Infektionsschutzgesetz immer nur Personen aus zwei Haushalten sitzen“, erklärt Ortsbrandmeister Stephan Konczak. Auch das Packen der Tüten oder das Aufhängen der von den Kindern gemalten Bilder im Feuerwehrhaus konnten immer nur zwei Leute übernehmen.

Es war ein kleiner Kraftakt für die Feuerwehrleute. Alex Mittmann und Anna Lena May, die zusammen leben, chauffierten Stephan Meier, der den Nikolaus mimte. Ihnen folgten Olaf Bruder und Stephan Konczak mit dem großen Tragkraftspritzenfahrzeug.

Zur selben Zeit machten sich am Sonntagabend in Röhrkasten Fritz Kranz, Ortsbrandmeister der Feuerwehr Röhrkasten, und Carsten Pansegrau startklar. Ihr 30 Jahre altes Löschfahrzeug hatten sie mit Lichterketten und einem Weihnachtsstern geschmückt. Feuerwehrmann Pansegau mimte den zweiten Nikolaus.

Die beiden Teams verteilten am Nikolausabend 62 Tüten – prall gefüllt mit Spielzeug-Feuerwehrautos, Fingerpupen, Stiften und Süßigkeiten. Aufgrund der Corona-Pandemie wurden die Geschenke stets kontaktlos vor die Tür gestellt.

Die Kinder drückten sich derweil die Nasen an den Scheiben platt. Aber auch Erwachsene begeisterte die Aktion. Viele kamen aus den Häuser und wirkten den Ehrenamtlichen freundlich zu. „Das ist es, wofür wir es machen. Wir wollen die Menschen glücklich machen“, sagt Konczak.



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