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Polizeidirektor zieht Bilanz / Aber: Fahnder ertappen immer mehr rauschgiftsüchtige Fahrer

Weniger Unfälle, weniger Verletzte, weniger Tote

Hameln/Holzminden (ube). Auf den Straßen des Landkreises Hameln-Pyrmont sind im vergangenen Jahr deutlich weniger Menschen (zwölf Opfer) bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen als im Vorjahr (17). Auch im Zuständigkeitsgebiet der Polizeiinspektion, das Hameln-Pyrmont und Holzminden umfasst, ging die Zahl der Toten um sechs auf 17 zurück. In den beiden Landkreisen ereigneten sich 4823 Unfälle – das waren 159 weniger als in 2007. 139 (plus 1) Menschen wurden schwer, 664 (minus 56) leicht verletzt.

veröffentlicht am 13.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 00:41 Uhr

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Polizeidirektor Bernd Wiesendorf, Leiter der Inspektion, präsentierte gestern die Zahlen und stellte dazu fest: „Eine nachhaltige Verkehrssicherheitsarbeit ist dennoch weiter erforderlich, denn unser Blick ist nicht nur auf die einzelnen Jahre gerichtet. Uns interessiert der Mittelwert der vergangenen zehn Jahre.“ Zwar lägen die Zahlen aus 2007 bei den Personenschäden unter dem Mittelwert; bei den Gesamtunfallzahlen allerdings mit rund 120 Unfällen darüber.

3200 Gurtmuffel ertappt – mehr Alkoholfahrten

„Die Anstrengungen in der Überwachung des Straßenverkehrs werden auf dem derzeitigen Niveau gehalten“, kündigte Inspektionsleiter Wiesendorf an – und erklärte: „Derzeit verwenden wir rund zehn Prozent unserer Arbeitszeit für die Verkehrssicherheitsarbeit. Unsere Schwerpunkte bei den repressiven Tätigkeiten werden die Überwachung der Geschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften und die Bekämpfung von Alkohol- und Drogenmissbrauch im Straßenverkehr sein. Denn das sind die Hauptunfallursachen“, sagte Wiesendorf. Daneben werde die Polizei die Gruppe der jungen Kraftfahrer im Alter von 18 bis 25 Jahren im Blick haben.

Sorge bereitet der Polizei, dass sich immer weniger Menschen anschnallen. „Wir haben im vergangenen Jahr 3200 Gurtverstöße geahndet“, sagte der Leiter „Einsatz“, Polizeioberrat Matthias Kinzel. Autofahrer, die erwischt werden, müssen 30 Euro bezahlen. Anders ausgedrückt: Die in Hameln-Pyrmont und Holzminden ertappten Gurtmuffel haben nicht nur eigenes Leben gefährdet, sondern auch die Kreis- und Landeskasse mit 96 000 Euro gefüllt.

924-mal (minus 110) flüchteten Autofahrer vom Unfallort. 360 wurden geschnappt. Mit der Aufklärungsquote von 38,9 Prozent liegt die heimische Polizei über dem Landesdurchschnitt.

Unfallschwerpunkte im Visier der Kommission

Weil immer mehr Polizisten auf die Erkennung von Süchtigen im Straßenverkehr geschult werden, nimmt auch die Zahl der aufgedeckten Drogendelikte zu. Im vergangenen Jahr waren es 223, im Vorjahr noch 181. Alkoholfahrten wurden vermehrt festgestellt: 526 waren es in 2008 – das sind 59 mehr als im Vorjahr.

Als weiteren Schwerpunkt nannte Wiesendorf die Prävention, Verkehrsaufklärung und -erziehung. Insbesondere die Arbeit der Unfallkommission (UK), die sich aus Vertretern der Verkehrsbehörden, des Straßenbauamtes und der Polizeiinspektion zusammensetzt, sei sehr wichtig. UK-Mitglieder beschäftigen sich mit Unfallschwerpunkten und versuchen, diese zu entschärfen. In diesem Jahr werden fünf Straßen genauer unter die Lupe genommen. Es handelt sich um die L 432 zwischen Grupenhagen und Bösingfeld (dort wurden bereits Plakate mit Todesanzeigen und Warnschilder aufgestellt), die L 430 (Hagener Berg-Bad Pyrmont), die 434 (Kreisgrenze Schaumburg-Hessisch Oldendorf), die K 29 zwischen Aerzen und Königsförde (hier wurde nach zahlreichen schweren Unfällen sogar der Fahrbahnbelag ausgewechselt) und die Friedhofskreuzung B 442/L 421 bei Bad Münder.

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