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Auftakt der Flotten Weser ohne Rotkäppchen und Bremer Stadtmusikanten / Rund 500 Gäste

Weniger märchenhaft, dafür international

Weserbergland. Die Leinen sind los und die Anker gelichtet. In einem Törn geht es auf den braunen Weserwogen in die neue Saison, sagen- und märchenhaft. Jetzt fahren sie wieder im Linienverkehr, nehmen die großen und kleinen Bögen des Weserflusses, die weißen Schiffe auf der Weser. „Die Flotte Weser“ startet mit einer zweitägigen Eröffnungsfahrt in die neue Saison – auf 90 Flusskilometern zwischen Bad Karlshafen und Hameln, durch eine der landschaftlich reizvollsten Gegenden Deutschlands. Einmal den Sagen- und Märchengestalten wahrhaftig gegenüberstehen, ein gemeinsames Foto mit Rapunzel bekommen, ein Tänzchen auf den Schiffsplanken wagen oder einfach nur mal die Seele baumeln lassen.

veröffentlicht am 22.04.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 12.01.2017 um 22:02 Uhr

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Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Rund 500 Seebären entern insgesamt die beiden Fahrgastschiffe „Holzminden“ und „Höxter“ um dabei zu sein. Und Tausende von Seh-Leuten winken von den Ufern aus zu oder begrüßen die beiden Schiffe an den Anlegern ihrer Heimatgemeinden, mit Blasmusik und guten Wünschen. Und das, obwohl diesmal einige der bekanntesten Märchenfiguren, wie das Rotkäppchen oder die Bremer Stadtmusikanten, nicht an Bord sind und am Sonntag einzig das Aschenputtel die Märchenwelt vertritt. Frau Holle kann eigentlich niemand nachtragen, dass sie am zweiten Tag eine Pause einlegt und nicht weiter mitreist. Schließlich hat sie bis vor Kurzem hart gearbeitet und es ordentlich schneien lassen. Das schlechte Wetter der letzten Monate sei wohl ein Grund, warum diesmal nur zwei Schiffe die Weser abwärts schippern, meint Frank Menze, einer der Geschäftsführer der „Flotten Weser“.

In Reileifzen wird es international. Eine japanische Delegation, Gäste des Kirschblütenfests, geht an Bord, an ihrer Spitze der japanische Botschafter Takeschi Nakano. „Watashiwa Münchihausen danschak“. Der Baron von Münchhausen lässt es sich nicht nehmen, die Gäste aus Asien mit drei Strophen seines Münchhausenliedes zu begrüßen – auf japanisch! „War das wirklich japanisch, Herr Botschafter?“ Nakano nickt zustimmend, asiatisch zurückhaltend.

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Glück mit dem Wetter haben sie, die Reisenden. Fast jeder, mit Ausnahme des Rattenfängers. Dem Hamelner Pfeifer fegt in Beverungen eine kräftige Brise seine rote Kappe vom Kopf – sie landet direkt in der Weser. So gibt der bekannteste „Hamelner Botschafter“ bis Corvey „oben nackig“ seine Flötentöne zum Besten. „50 Euro Finderlohn, für den der sie mir zurückbringt“, ist vom Rattenfänger zu hören.

„Es ist schön hier. Man sieht die Landschaft mal aus einer anderen Perspektive. Wir sind schon ein paarmal mitgefahren“, sagen Gudrun Ahlbrecht sowie Erika und Wilfried Rollke. Den Mitfahrern aus Höxter ist gar nicht aufgefallen, dass nur eine Märchenfigur an Bord ist. „Trotzdem schön, auch die anderen Gestalten geben sich Mühe. Und was Menzes organisieren hat Hand und Fuß“, ist von den Ostwestfalen zu hören. „Wir sind der verbindende Dienstleister für die gesamte Region. Ob historische Altstädte, die deutsche Märchenstraße, Orte am Weserradweg oder der Weserrenaissance, wir verbinden sie“, sagt Frank Menze. Überall fällt der Empfang der Fahrgastschiffe herzlich aus. In Hameln fällt er ganz aus – wie in den Jahren zuvor. Kein Vertreter der Stadt lässt sich zu einem Willkommensgruß an der Kaimauer blicken.

Weitere Fotos finden Sie unter www.dewezet.de

Bei der Abfahrt aus Grohnde: Fahrgäste winken den Emmerthalern zu.



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