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Sanierung zwischen Bad Nenndorf und Bad Eilsen

Wegen der Hitze: Bauarbeiten auf A2 länger als geplant

WESERBERGLAND. Auf der A2 wird seit dem 19. Juli zwischen der Anschlussstelle Bad Nenndorf und Bad Eilsen Ost in Richtung Dortmund die Fahrbahndecke erneuert. Doch die Arbeiten verzögern sich. Der Grund: Es ist zu heiß.

veröffentlicht am 07.08.2018 um 10:31 Uhr
aktualisiert am 07.08.2018 um 12:47 Uhr

Wegen der Baustellen kommt es auf der A2 im Auetal immer wieder zu Staus und Unfällen. Foto: tol
Auf der A 2 wird seit dem 19. Juli zwischen der Anschlussstelle Bad Nenndorf und der Anschlussstelle Bad Eilsen Ost auf der Fahrbahn in Richtung Dortmund die Fahrbahndecke in drei Abschnitten erneuert. Jetzt teilt die zuständige Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hannover mit: Die Arbeiten können erst zwei Wochen später abgeschlossen werden als ursprünglich geplant.

Der Fertigstellungstermin verschiebt sich laut Behörde voraussichtlich auf den 15. September. Ursprünglich war angedacht, dass die Arbeiten Ende August beendet sein sollten.
Der Grund für die Verzögerung: Es ist zu heiß. Die Temperaturen dieses Jahrhundertsommers sind teilweise so extrem, dass sie dem Asphalt zusetzen. Die neu aufgebrachten Schichten können nicht ausreichend auskühlen, um hinterher die Verkehrsbelastungen aufzunehmen, heißt es in einer Mitteilung der Behörde.

Asphalt kann nicht aushärten

„Dieses Phänomen erleben wir zum ersten Mal“, erklärt Friedhelm Fischer, Leiter des Geschäftsbereichs Hannover der Landesstraßenbaubehörde. Aufgebracht werden Asphaltschichten bei etwa 120 Grad, erläutert Fischer. Um auskühlen zu können, benötige man Temperaturen von deutlich unter 20 Grad. „Die erreichen wir normalerweise nachts“, so Fischer. Doch nun habe es mehrere Male hintereinander tropische Nächte um die 20 Grad gegeben.

Die Folge: Der Asphalt könne nicht aushärten. Vor allem die Schicht unterhalb der Deckschicht sei viel zu weich, erläutert Fischer.

Temperaturen bis 60 Grad

Das habe man in der vergangenen Woche festgestellt. Zwar sei die Fahrbahn in der vergangenen Woche als Gegenmaßnahme noch gewässert worden, „aber bei den derzeitigen Temperaturen bringt das überhaupt nichts.“ Wenn an einem heißen Tag die Sonne auf den dunklen Asphalt scheine, würden schnell 50 bis 60 Grad erreicht.

Würde eine nicht ausgehärtete Fahrbahn für den Verkehr freigegeben, „hätten wir sofort wieder Spurrinnen drin, und die ganze Arbeit wäre für nichts gewesen“, erläutert Fischer, warum die Verzögerung notwendig ist.

Derzeit wird der Verkehr in Richtung Dortmund teilweise über die Gegenfahrbahn geführt, die hierdurch auf zwei Spuren verengt ist. Auf der eigentlichen Fahrbahn steht derzeit eine Spur zur Verfügung, die vor allem die Lkw nutzen. Geplant war, den Verkehr auf die neu asphaltierte Fahrbahn umzulegen – was nun aber erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen kann.

Anschlussstelle Lauenau bleibt bis Sonntag geöffnet

Ob der Verkehr Anfang der nächsten Woche in die zweite Bauphase geführt werden kann, steht noch nicht endgültig fest und wird derzeit untersucht, heißt es in der Behörde. „Wir hoffen, dass wir am 13. August umstellen können“, so Fischer. Der Asphalt brauche nun noch einige kühle Nächte, um richtig auszuhärten. Glaubt man den Wettervorhersagen, wird es ab Donnerstag bereits kühler.

Die Anschlussstelle Bad Nenndorf konnte hingegen wie geplant am 7. August für den Verkehr freigegeben werden. Die Anschlussstelle Lauenau, die ursprünglich mit dem Wechsel in die zweiten Bauphase geschlossen werden sollte, bleibt voraussichtlich bis Sonntag, 12. August, geöffnet.

Mit Verkehrsbehinderungen, Staus und erhöhter Unfallgefahr ist zu rechnen. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hannover bittet alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis. „Auch die Baufirmen müssen jetzt umdisponieren“, sagt Fischer. Sie müssen Fahrzeuge und Materialien weiterhin bereithalten.



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