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Illegaler Besitz wird ab sofort härter bestraft / Fast 300 Waffen im Landkreis Hameln-Pyrmont zurückgegeben

Weg mit der Waffe

WESERBERGLAND. Wer illegal im Besitz einer Waffe ist, muss ab sofort mit empfindlicheren Strafen rechnen. Daher hatten Waffenbesitzer bis zum 1. Juli dieses Jahres die Möglichkeit, ihre illegalen Waffen und Munitionen straffrei bei den zuständigen Behörden oder der Polizei abzugeben.

veröffentlicht am 21.07.2018 um 10:56 Uhr

Fast 300 Waffen wurden im Landkreis Hameln-Pyrmont abgegeben, darunter aber nicht nur solche aus illegalem Besitz. Foto: Pixabay
Karen Klages

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Karen Klages Reporterin zur Autorenseite
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Mit der einjährigen Amnestiefrist, die Teil des neuen Waffengesetzes in Deutschland ist, sollte die Zahl der illegalen Gewehre, Pistolen, Säbel oder Elektroschocker bundesweit reduziert werden. Während in einigen Städten, Landkreisen und Polizeidienststellen keine einzige Waffe abgegeben worden ist, gab es in anderen Orten mehr zu tun. Beim Landkreis Hameln-Pyrmont wurden 229 Lang- und Kurzwaffen sowie 14 sonstige Waffen (darunter fallen Hieb- und Stichwaffen) abgegeben. Beim Landkreis Holzminden ist indes noch keine Bestandsaufnahme erfolgt: Wie viele und welche Art von Waffen dort abgegeben wurden, muss noch ermittelt werden.

Wie in Hameln-Pyrmont werden die Waffen in der Regel vernichtet. „Sollten sich aber wertvolle Sammlerstücke darunter befinden, werden dafür entsprechende Sammler angesprochen, ob sie interessiert sind“, erklärt Peter Drews von der Pressestelle des Landkreises Holzminden. Wie das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport bereits vor Ablauf der Rückgabefrist mitteilte, handle es sich bei einem Großteil der Waffen um solche aus legalem Besitz.

In den Dienststellen Hameln, Emmerthal und Hessisch Oldendorf der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden sind laut Auskunft von Pressesprecher Jens Petersen hingegen 69 „überwiegend illegale Schusswaffen“, darunter auch Gas- und Schreckschusswaffen, im einjährigen Amnestiezeitraum abgegeben worden. „Häufig waren Waffen dabei, die Verstorbene ihren Erben hinterlassen hatten und bei Aufräumaktion entdeckt und aufgefunden wurden“, so Petersen.

Bereits 2009 gab es eine Waffenamnestie – als Reaktion auf den Amoklauf in Winnenden. Damals wurden bundesweit rund 200 000 Waffen abgegeben. Etwa ein Viertel davon befanden sich in illegalem Besitz. In diesem Jahr der Waffenamnestie (Beginn war um 6. Juli 2017) zeichnete sich laut Auskunft der Behörden allerdings im Vorfeld ein deutlich niedrigerer Rücklauf ab.



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