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Zeit- und gebietsweiser Regen sorgt vorerst für trübe Stimmung

Wechselhaftes Herbstwetter im Weserbergland

WESERBERGLAND. Ein ausgewachsenes Tief über Mitteleuropa bleibt zunächst wetterbestimmend. Es sorgt im Weserbergland bis einschließlich Donnerstag für trübe Herbststimmung. Dabei fällt zeit- und gebietsweise Regen. Richtung Wochenende werden die Niederschläge wohl seltener und die Sonne kommt auch mal länger zum Vorschein. Mit den Temperaturen geht’s schrittweise bergab.

veröffentlicht am 04.11.2019 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2019 um 21:30 Uhr

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Reporter

Am Dienstag und am Mittwoch drückt uns ein meist trüber Tag mit zeitweiligem Regen aufs Gemüt. Die Temperaturen pendeln Dienstag zwischen maximal zehn und minimal sieben Grad, am Mittwoch zwischen neun und fünf Grad. Der Donnerstag bleibt zunächst trocken. Erst in den Abend- und Nachtstunden zieht aus Westen Regen auf, bei Höchstwerten von zehn Grad und frischen drei Grad in der Nacht. Den Regenschirm können wir am Freitag zu Hause lassen. Wenn’s gut läuft, scheint sogar für längere Zeit die Sonne. Dabei bleiben die Temperaturen gegenüber dem Vortag unverändert. Am Wochenende boxt sich zumindest regional die Sonne durch und die Niederschläge sollten sich in Grenzen halten. Ob uns am Sonnabend vielleicht ein Regengebiet aus Oberitalien in die Quere kommt, klärt sich erst kurzfristig. Nur noch sechs bis acht Grad sind zu erwarten, sodass warme Kleidung angesagt ist. Das gilt besonders für die Nächte, wenn das Quecksilber auf frostnahe null bis plus ein Grad abrutscht.

Mit dem Oktober konnten wir rundherum zufrieden sein. Neben den für die Natur wichtigen großen Regenmengen verwöhnte er uns – zwischen einem unterkühlten Anfang und Ende – lange Zeit mit außergewöhnlicher Wärme. Im Schlussspurt sorgte das Hoch „Oldenburgia“ noch für die fehlenden goldene Sonnenstunden, aber auch einen heftigen Temperatursturz. Unter sternklarem Himmel gab es dabei für die Jahreszeit ziemlich kräftige Luft- und Bodenfröste. Pilzsammler kamen durch die feuchtmilde Witterung vor allem ab Monatsmitte auf ihre Kosten.

Auch vor Wetterextremen blieben wir nicht verschont. In der Nacht zum 16. Oktober intensivierte sich ein kleines Tief im Bereich subtropischer Luftmassen entlang einer Luftmassengrenze über der Mitte Niedersachsens erheblich. Dabei entluden sich für die Jahreszeit schwere Gewitter mit enormen Regenmengen. Bückeburg verzeichnete in nur neun Stunden 30 Liter, die Messstelle in Rinteln-Volksen satte 45 und Hameln sogar 47 Liter pro Quadratmeter. Nur zwei Tage später folgte eine weitere markante Gewitterfront (1800 Blitze in 30 Minuten) mit kurzzeitig heftigen Sturm-, teils auch schweren Sturmböen (Wunstorf 101 km/h, Bückeburg 83 km/h) inklusive örtlichem Sturzregen. Extrem viel Wasser kam auch Anfang Oktober runter, in Hameln am 1. des Monats 24-stündig 29 Liter, am 4. nochmals 25 Liter pro Quadratmeter, was zusammengenommen fast 90 Prozent des Monatssolls entsprach.

Information

Werte im Oktober

Der Oktober in Hameln (Hastenbeck) im Vergleich zum Klimamittel (1981– 2010):

  • Monatsmittel 11,6°C (Abweichung +1,5°C)
  • Maximum 22,6°C (15. Oktober)
  • Minimum -3,2°C (31. Oktober)
  • Frosttage (mindestens unter 0,0°C) 2 (normal 1)
  • Niederschlag 129 mm (211 Prozent vom Soll); Rinteln-Volksen 126 mm (221 Prozent vom Soll)
  • Sonnenschein 97 Stunden (97 Prozent vom Soll)


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