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Arbeiten im Steinhuder Meer

Wasserstand behindert Entschlammung

STEINHUDER MEER. Der Auftrag für die Entschlammung des Steinhuder Meeres ist erteilt. Aber der niedrige Wasserstand ist für das beauftragte Unternehmen aus den Niederlanden eine besondere Herausforderung.

veröffentlicht am 21.10.2018 um 18:11 Uhr

Bei der anlaufenden Entschlammung des Steinhuder Meeres ist der niedrige Wasserstand ein Problem. Foto: Sokoll

Autor:

Sven Sokoll
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Das Land hat die nächste große Entschlammungsaktion im Steinhuder Meer an die niederländische Firma Schilder vergeben. Spätestens Mitte November soll das Unternehmen die Arbeit aufnehmen. Allerdings macht der extrem niedrige Wasserstand die Arbeit schwer: „Sie prüfen noch, wo sie den Schwimmbagger am besten ins Wasser bringen können. Einige Bereiche könnten auch nur schwer zu erreichen sein“, sagte Conrad Ludewig, Leiter der Domänenverwaltung beim Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser in Hildesheim. Deshalb gebe es noch keinen genauen Ablaufplan.

Vereinbart ist, dass zunächst die Areale an die Reihe kommen, die zuletzt am Nordufer im Frühjahr 2017 aus Naturschutzgründen nicht mehr abgeschlossen werden konnten. Damals hatte Eisgang die Arbeiten verzögert. „Sicherlich werden wir dort auch noch etwas in die Flächen gehen“, sagte Ludewig. Der abgesaugte Schlamm gelangt dann mithilfe von Rohrleitungen zunächst auf den Polder Kolkdobben in Mardorf. Dort trocknet der Schlamm.

Anschließend soll am Südufer an der Badeinsel und einigen anderen Bereichen Schlamm aus dem See genommen werden. Ludewig hofft darauf, dass dieser dann schon in den zweiten Polder in Großenheidorn gefüllt werden kann. Das Verfahren für eine dauerhafte Genehmigung hierzu sei zwar noch nicht ganz abgeschlossen, das Gewerbeaufsichtsamt arbeite aber schon am Bescheid. Die erste Genehmigung, die über die Dauer von 15 Jahre galt, war bereits abgelaufen.

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Ludewig geht davon aus, dass im Lauf des Winterhalbjahres rund 100 000 Kubikmeter Schlamm aus dem See geholt werden können.

Die erste Auftragsvergabe umfasst dieses Volumen zwar noch nicht, in der Vergangenheit habe es aber immer noch Nachträge gegeben. „Wir werden unsere Haushaltsmittel ausschöpfen“, so Ludewig.

Er befürchtet allerdings, dass dieses Mal angesichts des fehlenden Wassers weniger Meeresnutzer zufriedengestellt werden können als sonst. „Wir sehen als unser Ziel an, zumindest die jährliche Neubildung an Schlamm auszugleichen.“

Information

Schiffe stecken fest

Der niedrige Wasserstand verursacht laut Conrad Ludewig ein weiteres Problem, das mit der Entschlammungsaktion allerdings nichts zu tun hat: Etliche Boote von Hobbyseglern stecken derzeit im Schlamm fest und können nicht rechtzeitig aus dem Meer geholt werden. Nach einer Verordnung darf der See nur bis zum 31. Oktober befahren werden. Danach gibt es eine fünftägige Frist, um die Schiffe abzurüsten. Ludewig: „Wir werden dort mit der Region wohl zu einer Sonderregelung kommen müssen.“ sok



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