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Umweltministerium würdigt Engagement mit 50 000 Euro / Geschäftsstelle wird im Hefehof eröffnet

„Warmer Regen“ für die Klimaschutzagentur

Hameln-Pyrmont / Hannover (HW). Unverhofft kommt oft: Andreas Manz, Wirtschaftsförderer beim Landkreis, wollte zunächst die frohe Kunde, die ihn da soeben aus Hannover erreicht hatte, auch erst nicht glauben: Für den Aufbau der Klimaschutzagentur fließen 50 000 Euro nach Hameln-Pyrmont. Damit hat das niedersächsische Umweltministerium im Rahmen eines Wettbewerbs die geleistete Arbeit vor Ort gewürdigt, denn es wurden vorbildliche Klimaprojekte ausgezeichnet.

veröffentlicht am 14.10.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 10:21 Uhr

Andreas Manz
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106 Kommunen hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt; drei davon erhielten den Titel Niedersächsische Klimakommune 2010, 21 weitere bekommen Fördergelder bis zu 50 000 Euro. „Damit hatte ich nie und nimmer gerechnet. Ich hatte die verrückte Idee, daran teilzunehmen und hab gesagt: ’Lasst es uns mal versuchen’. Dass es nun tatsächlich mit einem Geldpreis geklappt hat, macht mich schon ein bisschen stolz“, gesteht der heimische Wirtschaftsförderer, der auch als „Vater“ der Klimaschutzagentur Hameln-Pyrmont gilt. Das Geld solle deshalb auch in vollem Umfang dem Aufbau dieser Institution zugutekommen, sagte Manz und fügte hinzu: „Für was genau es verwendet wird, kann ich noch nicht sagen, weil ich noch nicht weiß, ob es mit einer Zweckbestimmung gekoppelt ist. Aber flankierende Gelder sind für unsere Arbeit nur gut.“

Am 27. Oktober wird Landrat Rüdiger Butte (SPD) zur Preisverleihung nach Hannover fahren. „Dann wird auch das Geheimnis gelüftet, wie das Geld zu verwenden ist“, so Manz.

Inzwischen ist für die Klimaschutzagentur Hameln-Pyrmont, die unter anderem auch Bürger des Landkreises bei energetischen Fragen beraten soll, ein Domizil gefunden worden. Zum Jahresbeginn wird eine Geschäftsstelle auf dem Hefehof 22 eröffnet. „Aber dann, am 3. Januar 2011, soll es gleich losgehen. Sämtliche vorbereitenden Arbeiten werden bis dahin abgeschlossen sein“, verspricht Manz, dem es wichtig war, eine Bleibe in Nähe der Weserbergland AG zu finden. „Der Hefehof liegt direkt am Bahnhof, bietet genügend Parkplätze und ist auch zu Fuß leicht zu erreichen“, begründet der Wirtschaftsförderer.

Der Wettbewerb wurde gemeinsam vom Projekt „Klimawandel und Kommunen“, dem niedersächsischen Ministerium für Umwelt und Klimaschutz und dem niedersächsischen Sozialministerium ausgelobt. Das Umweltministerium hatte dafür Preisgelder in Gesamthöhe von rund einer Million Euro zur Verfügung gestellt. „Klimaschutz ist eine zentrale Aufgabe und geht alle Menschen und gesellschaftlichen Akteure etwas an. Mit diesem Wettbewerb möchten wir beispielhafte Aktivitäten, Planungen und innovative Ideen im Bereich Klimaschutz und Energieeffizienz honorieren“, betonte Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP). Ziel sei es gewesen, Anreize für die niedersächsischen Kommunen zu schaffen, sich für den Klimaschutz einzusetzen. „Einige vorbildliche Initiativen der Preisträger haben gezeigt, wie wichtig auch langfristige städtebauliche Gesamtkonzepte zur energetischen Stadtentwicklung sind“, unterstrich Sozial- und Bauministerin Aygül Özkan. „Eine klimaschonende Siedlungsstruktur dient dazu, die Lebens- und Umweltqualität in den Städten und Gemeinden für die Zukunft zu sichern.“

An dem Wettbewerb haben 106 Kommunen, Städte und Samtgemeinden teilgenommen, die sich sowohl mit bereits abgeschlossenen als auch geplanten Projekten beworben hatten. Die Bewertung der eingereichten Beiträge erfolgte durch eine unabhängige Fachjury. Wesentliche Kriterien waren Aspekte der Energieeffizienz und CO2-Vermeidung sowie innovativer Charakter und Vorbildfunktion für andere Kommunen.

„Die Beiträge zeigen eindrucksvoll die Bandbreite und den Ideenreichtum der Klimaschutzprojekte in den Kommunen. Die Auswahl der Preisträger war für die Juroren nicht leicht“, erklärten die heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Ursula Körtner und Otto Deppmeyer unisono.

Im Gebäude Hefehof 22 wird zu Beginn des neuen Jahres die Geschäftsstelle der Klimaschutzagentur Hameln-Pyrmont eröffnet.

Foto: Dana



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