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CDU-Landratskandidat fordert zudem Bildungsbüro im Landkreis

Walter für unterschiedlichen Schulbeginn zur ÖPNV-Entlastung

Hameln-Pyrmont (HW). Den Beginn des neuen Schuljahres hat Dr. Stephan Walter genutzt, sich Gedanken zum Schülertransport zu machen. „Durch eine Entzerrung der Schulanfangszeiten können wir die Schülerbeförderung in Hameln-Pyrmont entlasten, Kosten sparen und das Lernverhalten positiv beeinflussen“, glaubt der Landratskandidat der CDU. Durch eine Staffelung der Schulanfangszeiten an bestimmten Schulen und Schulzentren könne der morgendliche Personennahverkehr verbessert und eine Überfüllung der Busse vermieden werden.

veröffentlicht am 18.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 22:21 Uhr

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Walter beruft sich dabei auch auf Studien, die belegten, dass sich ein späterer Schulbeginn vor allem für Kinder ab der 8. Klasse positiv auf ihr Lernverhalten auswirke. „Vor allem Jugendliche in der Pubertät sind demnach fitter, wenn sie länger schlafen dürfen“, unterstreicht der Vater dreier Kinder. Organisatorisch sei es durchaus möglich, die Verschiebung vorzunehmen, ohne den Schulalltag bis weit in den Nachmittag hinein auszuweiten.

Durch eine Entzerrung der Schulanfangszeiten sieht Walter zudem erhebliche Vorteile des öffentlichen Personennahverkehrs. Die Zahl der eingesetzten Fahrzeuge werde in der Regel vom Bedarf in den Morgenstunden bestimmt. Der ÖPNV sei dann vor allem auf die Schülerbeförderung ausgerichtet, was zu kurzen Einsatzzeiten und einem größeren Fahrzeugpark führe. „Die Vorteile liegen auf der Hand: Geringere Betriebskosten für den ÖPNV, weniger umweltschädliche Emissionen, mehr Sicherheit in den Bussen für unsere Kinder, mehr Direktfahrten und eine Verringerung der Wartezeiten. Darüber hinaus wird der Schulträger von Kosten entlastet“, meint Walter und legt noch einen weiteren Vorschlag hinterher: Ein „Bildungsbüro“ soll nach Auffassung des CDU-Politikers die Berufsorientierung von Schülern in Hameln-Pyrmont unterstützen und eine persönliche Beratung über den künftigen Bildungs- und Ausbildungsweg anbieten. Walter verspricht sich davon auch einen deutlichen Gewinn für die heimische Wirtschaft zur Gewinnung von geeignetem Nachwuchs für die Ausbildungsberufe. Zudem solle das Bildungsbüro im Rahmen einer von Walter vorgeschlagenen „Konzertierten Aktion Bildung Hameln-Pyrmont“ die Zusammenarbeit verschiedener Bildungsträger und -anbieter im Landkreis übernehmen. „Es geht um ,Beratung aus einer Hand‘ und die gezielte Vernetzung der Angebote und Leistungen zugunsten der Ratsuchenden“, erläutert der Landratskandidat. Dafür stelle das Land Niedersachsen Finanzmittel zur Verfügung.

Ein entsprechender Antrag ist bereits gestellt. Und zwar für eine Koordinierungsstelle der vier zur REK-Region gehörenden Landkreise Holzminden, Hameln-Pyrmont, Schaumburg und Nienburg, wie Wirtschaftsförderer Andreas Manz auf Anfrage erklärte. Vom Kultusministerium sei bereits Wohlwollen signalisiert worden. „Was noch fehlt, ist die politische Entscheidung. Das müssen wir bis Herbst auf die Roste kriegen“, sagt Manz.

Für Walter hingegen kommt das Agieren des Landkreises Hameln-Pyrmont zu spät. „Der Topf ist fast leer“, begründet er. Im Landkreis Osnabrück seien bereits fünf Bildungsbüros am Netz. Dort sei die Chance rechtzeitig erkannt worden. „Ich drücke die Daumen, aber wir sind spät dran, und Geld ist nicht mehr viel da“, so der CDU-Politiker.



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