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Forstgenossenschaft Lachem fordert von der Landesregierung entsprechende Unterstützung

Waldbesitzer: Mit Windkraft Geld verdienen

Hameln-Pyrmont (bj). Windräder im Wald, die gibt es bereits, jedoch bisher allein auf militärischem Gelände. Geht es nach den Forstgenossenschaften, werden sich schon bald Windräder auch in ihren Wäldern drehen. Strom aus Windrädern ersetzt Strom aus Atomkraftwerken – und sie würden Geld in die Kassen der Forstgenossenschaften bringen. Für Waldbesitzer sind die Einrichtungen zur Gewinnung alternativer Energie deshalb ein Erfordernis der heutigen Zeit.

veröffentlicht am 17.10.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 19:21 Uhr

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Drei Windräder drehen sich bereits im Wald zwischen Wahrendahl und Posteholz auf ehemals militärischem Gelände. Hans-Joachim Grote, der Vorsitzende des Forstbeirates im Bezirk Forstamt Oldendorf, ist ungeduldig, denn er „vermag nicht einzusehen, warum die Landwirtschaft die Möglichkeit hat, auf ihren Flächen Windräder zu errichten und die Forstgenossenschaften nicht“. Den Waldbesitzern ist klar, dass die Windräder sehr hoch sein müssen. Hans-Joachim Grote geht von einer Nabenhöhe von 135 Metern aus. Damit sich in den Wäldern in Niedersachsen Windräder drehen können, muss zunächst das Landesraumordnungsprogramm geändert werden. „Wir hoffen, dass das Programm 2012 geändert wird. In Hannover sollte man endlich dafür sorgen, dass der Bau möglich wird“, fordert Hans-Joachim Grote, der auch der Forstgenossenschaft Lachem, der größten Forstgenossenschaft in Niedersachsen, vorsteht.

Wenn das Landesraumordnungsprogramm für Niedersachsen im nächsten Jahr neu gefasst ist, dann bedarf es auch der Änderung des regionalen Raumordnungsprogramms. Ist auch dies durch die Instanzen gegangen, dann können die Forstgenossenschaften, die über windreiche Standorte verfügen, mit dem Bau von Windrädern loslegen.

Ministerpräsident David McAllister und Umweltminister Hans-Heinrich Sander haben den Entwurf des Energiekonzeptes des Landes Niedersachsen im September den gesellschaftlichen Gruppen der Regierungskommission Klimaschutz in einem Fachgespräch vorgestellt. Nach Einbeziehung zusätzlicher Anregungen soll das Energiekonzept vom Landeskabinett endgültig beschlossen werden. Insbesondere Höhenbegrenzungen reduzieren den wirtschaftlichen Anreiz für das Repowering, da erhebliche Neuinvestitionen bei mäßig steigenden Erträgen getätigt werden müssten, wie es im Entwurf heißt. Um einen weiteren effizienten Ausbau der Windenergienutzung an Land zu erreichen, seien die derzeit in einigen regionalen Raumordnungsplänen festgesetzten Höhenbegrenzungen zu überprüfen. Mit der Novellierung des Landes-Raumordnungsprogramms (LROP) soll auf Höhenbegrenzungen in regionalen Raumordnungsprogrammen grundsätzlich verzichtet werden. An die Novelle des LROP knüpft sich damit auch der Auftrag zur Überprüfung und Fortschreibung der Raumordnungskonzepte insbesondere im Hinblick auf vorhandene Höhenbegrenzungen.

Die Errichtung von Windenergieanlagen in Wäldern hat derzeit in Niedersachsen keine Bedeutung, heißt es weiter in dem Entwurf. Wörtlich gilt es als Ziel: „Bei der Überprüfung der Raumordnungskonzepte ist darüber hinaus zu berücksichtigen, dass wegen der vielfältigen Funktionen, die der Wald erfüllt, nur dann Windenergieanlagen auf Waldstandorten denkbar sind, sofern es keine weiteren geeigneten Flächen für die Windenergienutzung im offenen Land gibt, es sich um vorbelastete Flächen handelt und Beeinträchtigungen für Natur und Umwelt weitestgehend ausgeschlossen werden können.“



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