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Bauarbeiten am Ohrberg dauern bis Ostern 2017 / Zeitplan und Umleitungsstrecken stehen fest

Vollsperrung von Mai bis Dezember

Ohr. Das Wichtigste vorweg: Die Arbeiten an den Stützmauern unterhalb des Ohrbergs zwischen Hameln und Ohr sollen zum Ende der Osterferien abgeschlossen sein. Allerdings erst nach dem Fest im Jahr 2017. Für rund acht Monate wird die Bundesstraße 83 zwischen der Talstraße in Klein Berkel und Ohr voll gesperrt.

veröffentlicht am 14.12.2015 um 19:29 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:12 Uhr

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Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Gespräche mit Vertretern der von der Vollsperrung betroffenen Kommunen habe es bereits gegeben, sagt Markus Brockmann, Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hameln. Die von der Behörde empfohlenen Umleitungsstrecken führen durch Emmerthaler und Aerzener Gemeindegebiete. So sollen Autofahrer ab Emmerthal über die Nebenstrecke nach Hameln fahren. Ab Ohr soll der Verkehr über die Landesstraße 432 nach Groß Berkel und weiter über die B 1 in Richtung Fort Luise geleitet werden. Die Behörde plane in Ohr, in Groß Berkel und in Klein Berkel drei Fußgängerampeln aufzustellen, erklärt Brockmann. An der Kreuzung zur B 1 in Groß Berkel soll ebenfalls eine Ampel installiert werden.

Die Ausschreibung für die Arbeiten gehe Anfang Januar raus, sagt Brockmann. „Für die Ausführungen ist nicht jedes Bauunternehmen geeignet. Das sind Spezialtiefbauarbeiten“, sagt der Behördenleiter. Ab Mittwoch werden nochmals Bäume gefällt, anschließend ist bis zum kommenden Frühjahr Arbeitspause. Im März wird die Straße dann zweimal für jeweils circa eine Woche halbseitig gesperrt – für Probebohrungen. Mit dem großen Baggern, Bohren und Betonieren wird erst Mitte Mai begonnen. In der Nähe des Emmerthaler Ortsteils – dort, wo jetzt mit Kies gefüllte Kaffeesäcke lagern – wird eine bis zu 4,60 Meter hohe Stützwand neu errichtet. Und dafür müssen laut Brockmann 240 Großbohrpfähle bis zu zehn Meter tief in den Boden gesetzt werden.

Die Betonelemente mit 75 Zentimetern Durchmesser werden vor Ort im Erdreich gegossen. „Das kostet viel Zeit. Wir schätzen, dass pro Tag nur zwei Pfähle gesetzt werden können“, so der Leiter der Verkehrsbehörde. Damit nicht genug. Um eine benötigte gerade „Arbeitsbühne“ herzurichten, muss die Bundesstraße im Bereich der 130 Meter langen Stützmauer bis zu 3,40 Meter hoch mit „standfestem Material“ aufgeschüttet werden. Die Experten sprechen von rund 2700 Kubikmetern Schotter – was knapp 300 Lkw-Ladungen entspricht – die hierfür benötigt werden.

Eine Winkelstütze soll den dann 2,25 Meter tiefer liegenden Radweg sichern, der während der Bauzeit befahrbar bleibt. Über der Stützmauer werden 32 zwölf Meter lange Anker ins Gestein getrieben. Verblendet wird die Mauer mit rotem Wesersandstein. Kosten der Stützwand: 1,2 Millionen Euro. Teurer wird die Sanierung der zweiten Wand und der Bau von Geröllfangzäunen zwischen den Stützmauern. Für diesen Bauabschnitt rechnet man bei der Landesbehörde mit Baukosten von 2,3 Millionen Euro. 320 Anker müssen ins Gestein des Ohrbergs gebohrt und eingesetzt werden.

Die Fangzäune selbst werden von speziellen Stahlringen gehalten. Deren Federwirkung soll bei Steinschlag durch Reibung Energie abfangen. Die Stützwand selbst erhält eine Spritzbetonschale und wird verblendet. Zusätzlich werden Holzpalisaden ausgetauscht.

Im Zuge der anstehenden Arbeiten soll auch der Radweg saniert werden. Brockmann schätzt, dass die Vollsperrung der täglich von 12 000 Fahrzeugen befahrenen Bundesstraße zum Jahresende 2016 aufgehoben werden kann. Allenfalls mit halbseitigen Sperrungen – etwa für Verblendarbeiten – sei dann noch rechnen, bevor die Straße in den Osterferien 2017 erneut für zwei Wochen voll gesperrt wird. Dann soll die Fahrbahn saniert werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf vier Millionen Euro.



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