weather-image
Ab Montag Umleitungsstrecken

Vollsperrung: Kein Durchkommen in Amelgatzen

AMELGATZEN. Die Umleitungsschilder stehen schon – dann wurde der Baubeginn aber doch noch einmal verschoben. Am Montag soll es nun aber losgehen mit der Vollsperrung der Bahnbrücke Amelgatzen. Autofahrer werden von Bad Pyrmont aus über die Bundesstraße 1 und den Grießemer Berg nach Holzhausen und aus Richtung Hameln von der Bundesstraße 83 über Grohnde und die Landesstraße 429 über Welsede zum Ortseingang Bad Pyrmont umgeleitet.

veröffentlicht am 17.11.2017 um 14:59 Uhr
aktualisiert am 17.11.2017 um 20:44 Uhr

270_0008_8074903_poli_111_1811_Amelgatzener_Bruecke

Autor:

Vion Joachim Zieseniß
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Verkehrsteilnehmer müssen ab Montag, 20. November, auf der Landesstraße 431 bei Amelgatzen mit einer Vollsperrung rechnen. Grund ist der Beginn der Arbeiten zur Erneuerung der Straßenbrücke über die DB-Strecke Hameln - Paderborn. Die Brücke über die Bahnlinie muss wegen spröden Spannstahls erneuert werden. Für Schwertransporte war die Brücke bereits nicht mehr geeignet. Die Baukosten betragen rund 3,7 Millionen Euro und werden vom Land Niedersachsen getragen. Mit der Fertigstellung des Brückenneubaus wird Ende 2018 gerechnet.

Autofahrer zwischen Hameln und Bad Pyrmont werden also ein Jahr auf die gewohnte Strecke verzichten und großräumige Umwege fahren müssen. Und die führen einmal über die Bundesstraße 1 und den Grießemer Berg nach Holzhausen. In der zweiten Variante wird der Verkehr von der Bundesstraße 83 über Grohnde und die Landesstraße 429 über Welsede zum Ortseingang Bad Pyrmont geführt.

Uta Weiner-Kohl, Leiterin des Fachbereichs Planung bei der Straßenbaubehörde, nennt Zahlen: Fahren Autofahrer derzeit auf der gewohnten Strecke zwischen Hameln und Bad Pyrmont über Hämelschenburg und Amelgatzen die 22,8 Kilometer im Schnitt in 27 Minuten, werden die Fahrzeiten auf den Umleitungsstrecken nur unwesentlich mehr Zeit in Anspruch nehmen. So ist die Strecke über die B 1 mit Aerzener Umgehungsstraße und Grießemer Berg mit 23,6 Kilometern nur 800 Meter länger und nimmt eine mittlere Fahrzeit von 30 Minuten in Anspruch. Hier gehen die zahlreichen Ampeln an der B 1 und die Serpentinen am Grießemer Berg auf die Zeit. Mit 27,8 Kilometer ist die Umleitung über Grohnde, Welsede und die L429 die längste Umleitungsstrecke. Hier ist die Bahnunterführung am Grohnder Ortsausgang an der Bahnhofstraße mit seinen vier Metern Durchfahrtshöhe auch Lkw-tauglich, so die Straßenbehörde. Nachteil der Grohnder Bahnhofstraße: Hier darf auf mittellinienfreier Straße an beiden Straßenrändern geparkt werden, was dann Begegnungsverkehr unmöglich macht. Uta Weiner-Kohl: „Hier ist erst mal keine Aufstellung von Halteverbotsschildern vorgesehen. Wir müssen sehen, wie es läuft und möglicherweise nachbessern.“ Das Stopp-Schild im Einfahrtsbereich in Welsede richtung Thal soll nach Auskunft der Straßenverkehrsbehörde übrigens auch während der Umleitnugszeit stehen bleiben und Gültigkeit behalten. Weiner-Kohl: „Die den Autofahrern bekannte Verkehrssituation soll in den einen Jahr Bauzeit nicht verändert werden.

Die meisten Fahrten der Linie 30 (Hameln – Aerzen – Amelgatzen und zurück) enden in Gellersen, vereinzelte Fahrten werden bis Amelgatzen geleitet und verkehren innerorts umgeleitet.

Die Linien 40 (Hameln – Kirchohsen – Bad Pyrmont und zurück) und 45 (Lüntorf – Welsede – Kirchohsen und zurück) werden in Amelgatzen ebenfalls innerörtlich umgeleitet. Die Haltestelle „Schule“ wird planmäßig bedient, bei Bedarf halten die Busse auch an der Haltestelle „Gellerser Straße“. Sobald der Baubeginn feststeht, erhalten die Fahrgäste detaillierte Informationen auf der Homepage der Öffis sowie auf den Haltestellenaushängen vor Ort.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare