weather-image
12°
Fischotter-Pärchen zieht ins Wisentgehege ein

Verliebt bis in die Fellspitzen

ALVESRODE. Wenn die beiden sich einen Nasenstupser geben, wird es glitschig: Verena und Sascha sind derzeit das niedlichste Liebespaar im Wisentgehege. Seit einem Monat streifen sie gemeinsam durch die davor etwas trostlose Fischotter-Anlage.

veröffentlicht am 12.10.2017 um 11:48 Uhr
aktualisiert am 12.10.2017 um 16:50 Uhr

Sascha und Verena streifen jetzt gemeinsam durch die Fischotter-Anlage. Verena könnte ein neuer Besucherliebling im Wisentgehege werden. „Sie ist eine richtige Rampensau“, sagt Tierparkleiter Thomas Hennig. Foto: Wisentgehege
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Tierparkleiter Thomas Hennig beschreibt seinen Neuzugang Verena als „richtige Rampensau“. Das Marder-Mädchen mag den großen Auftritt, es mustert Besucher neugierig. „Wer sich zehn Minuten Zeit nimmt, hat sehr gute Chancen, sie zu sehen“, sagt Hennig. Der Rüde Sascha ließ sich dagegen – genau wie seine Vorgänger – fast nur zu den Fütterungszeiten blicken.

Sascha lebt seit gut einem Jahr im Wisentgehege und ist mit seinen drei Jahren im besten Otter-Alter.

Anfang September ist es Hennig gelungen, eine Partnerin für den scheuen Junggesellen zu finden: Der Tierpark Neumünster gab die eineinhalbjährige Verena ab. Wegen der guten Betreuung vor Ort ist sie sowohl Menschen als auch Trubel gewohnt – fürs Wisentgehege ein Glücksgriff.

Das Kennenlernen der beiden haben Hennig und seine Mitarbeiter schonend gestaltet. In den ersten Tagen musste Sascha sein Territorium verlassen, damit Verena ihr neues Zuhause ungestört erkunden konnte. Dann kehrte Sascha zurück, musste sich allerdings mit einem Platz im großen Wolfstransportkäfig begnügen. „Die ersten Begegnungen konnten so ohne Verletzungsgefahr stattfinden.“ In der dritten Stufe durfte Sascha raus. Und zur Freude der Tierpfleger waren sich die beiden Fischotter gleich sympathisch. So sympathisch, dass Hennig hofft, es könnte bald erstmals wieder Otter-Nachwuchs im Wisentgehege geben: „Schon jetzt ist da echt Leben in der Anlage.“ red

Vom Aussterben bedroht

Fischotter sind Marder und gehören zu den besten Schwimmern unter den Landraubtieren. Faszinierend ist vor allem ihr Pelz: Er besteht aus 80 bis 100 Millionen Haaren – 50 000 auf jedem Quadratzentimeter. Damit ist der Fischotter bestens gegen kalte Temperaturen und Nässe geschützt. Die Tiere stehen mittlerweile in den meisten Ländern unter Schutz. In der Bundesrepublik gilt die Art als „vom Aussterben bedroht“.

Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare