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Hildegard und Eckhard Minthe feiern goldene Hochzeit / Ehepaar in Friedensbewegung aktiv

Verkuppelt, heimlich verlobt und verheiratet

Lauenstein (ch). Ihr Leben und ihre Ehe möglichst einfach zusammenzufassen, ist ebenso schwierig wie leicht: außergewöhnlich. Vor 50 Jahren, am 28. September 1962, haben Hildegard (geborene Sieburg) und Eckhard Minthe geheiratet. Zu ihrer goldenen Hochzeit blicken sie auf ein turbulentes und aktives gemeinsames Leben zurück.

veröffentlicht am 28.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 02:21 Uhr

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„Wir wurden verkuppelt“, erzählt Hildegard Minthe lachend. „Du musst ihn ja nicht heiraten“, habe ihre Tante damals gesagt, um sie zu überreden, dem Unbekannten, der über zehn Jahr älter war als sie, als Tanzpartner für einen Abend eine Chance zu geben. Knapp ein Jahr später wurde geheiratet. „Ich war beeindruckt, wie höflich und zuvorkommend er war“, sagt Hildegard Minthe. Auch er war von der gerade einmal 18-jährigen Frau aus Hannover beeindruckt, aus dem einen Treffen wurden mehrere, heimlich verlobten sich die Abiturientin und der 29-jährige Pfarrer, der aus Lauenstein stammt. Erst nach dem Abitur lüfteten sie das Geheimnis.

Gemeinsam gingen sie nach Hamburg-Harburg. Mit gerade einmal 19 Jahren war Hildegard Minthe nun Pfarrersfrau, nicht einfach in einer Gemeinde, in der die junge, emanzipierte Frau leicht aneckte. Einfacher wurde es für das aufgeschlossene, weltoffene Paar 1969 in Bonn, wo Eckhard Minthe eine Stelle als Studentenpfarrer annahm. Und obwohl sie bereits zwei kleine Kinder hatte (Theda und Berthold, kurze Zeit später kam Kathinka hinzu), beschloss Hildegard Minthe, zu studieren – Deutsch, Religion und Wirtschafts- und Arbeitslehre auf Lehramt. Eine stressige Zeit, doch ihr Mann unterstützte sie. 1977 zog die Familie nach Hannover Mühlenberg. Sie arbeitete in einer Integrierten Gesamtschule, er half, ein ökumenisches Zentrum aufzubauen. Parallel zu ihrer Arbeit engagierten sich die beiden überzeugten Sozialdemokraten stark für die Friedensbewegung.

Heute sind sie beide in Rente, doch Langeweile kommt bei ihnen nie auf. Der große Garten erfordert viel Zeit, Eckhard Minthe liest viel, bildet sich weiter. Als „Geschichtsfreak“ bezeichnet er sich selbst. Hildegard Minthe ist Vorsitzende des Schöffenverbandes Niedersachsen/Bremen.

Gemeinsam mit seinen Kindern und Freunden aus allen Ecken Deutschlands feiert das Ehepaar morgen im Naturfreundehaus seine goldene Hochzeit. Eine Andacht findet um 17 Uhr in der Nikolai-Kirche in Lauenstein statt.

Hildegard und Eckhard Minthe an ihrem Hochzeitstag vor 50 Jahren (li.) und heute (re.).



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