weather-image
24°

Wer wird nun zum Test aufgefordert? / Fünf Profiler des LKA im Einsatz

Vergewaltigung in der Kaserne – Ermittler stellen Täter-DNA sicher

Bückeburg (rc). Einen Monat nach der Vergewaltigung einer Soldatin in der Jägerkaserne Bückeburg sind die Ermittler einen wichtigen Schritt vorangekommen. Dem Landeskriminalamt gelang es, eine männliche DNA zu sichern. „Nach dem derzeitigen Stand ist davon auszugehen, dass es sich um DNA handelt, die dem Täter zuzuordnen ist“, teilte der ermittlungsführende Staatsanwalt André Lüth in einer Pressemitteilung mit. Einen Anfangsverdacht gegen eine bestimmte Person bestehe momentan aber nicht.

veröffentlicht am 15.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 03:21 Uhr

270_008_5825398_wb200_1509.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Um die bundesweit bisher einmalige Tat aufzuklären, sind weitere Ermittler hinzugezogen worden. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Bückeburg ermittelt jetzt auch das Dezernat für operative Fallanalysen des Landeskriminalamtes (OFA) in dem Vergewaltigungsfall. Fünf Beamte sind abgestellt worden. Die unmittelbar nach der Tat aufgestellte Ermittlungsgruppe der Polizeiinspektion Nienburg-Schaumburg wurde von fünf auf sieben Beamte aufgestockt, die weiterhin eine Vielzahl von Zeugen vernimmt.

Wie Lüth ausführte, ist es Aufgabe der Ermittler des Landeskriminalamtes, den Tathergang zu rekonstruieren und „aus unterschiedlichen Blickwinkeln“ zu betrachten, um weitere Ermittlungsansätze zu finden. Der Aufgabenschwerpunkt der OFA liegt bei der Unterstützung der Ermittlungen bei Tötungs- und Sexualdelikten. Mit einem Ergebnis ist in der nächsten Zeit zu rechnen, Anschließend werde aufgrund einer Gesamtschau des bisherigen Ermittlungsergebnisses entschieden, in welchem Umfang ein Antrag auf eine DNA-Reihenuntersuchung beim zuständigen Amtsgericht in Bückeburg gestellt wird. Wie Lüth sagte, müsse zunächst noch abgewartet werden, was die Ermittlungsergebnisse der nächsten Tage erbringen. Erst dann könne gesagt werden, wer ins Raster passt und wer aufgefordert wird, freiwillig einen DNA-Test abzugeben.

Wie berichtet war die 25-jährige Unteroffizierin am 12. August, einem Sonntagabend, im Block A der Jägerkaserne vergewaltigt worden. Nach der Tat knebelte und fesselte der Täter sein Opfer und sperrte es in einen Spind. Hinzu legte er ein Handy, gegen 19.30 Uhr wurde die Soldatin von einem Kameraden aus dem Spind befreit. Ob es ihr gelungen war, das Handy zu bedienen, ist nicht bekannt. Bisher hat die Staatsanwaltschaft diesen Hergang aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bestätigt.

Inzwischen sind weitere Details der brutalen Tat durchgesickert. Nach Informationen unserer Zeitung war der Täter maskiert und hatte die Soldatin in ihrer Stube aufgelauert, nachdem sie kurzzeitig den Raum verlassen hatte. Auch soll der Täter sein Opfer mit einem Messer bedroht haben. Informationen, die der Staatsanwalt nicht bestätigt: „Zum Tathergang sagen wir nach wie vor nichts.“



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?