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Vereint im Kampf gegen den Klimawandel

HAMELN-PYRMONT. Der Landkreis Hameln-Pyrmont und die Klimaschutzagentur arbeiten künftig mit dem südafrikanischen Distrikt Alfred Nzo an einem Projekt zum Klimaschutz zusammen. Von dieser kommunalen Klimaschutzpartnerschaft, einem vom Bund geförderten Projekt, erhoffen sich die Beteiligten einen Ideen-Austausch.

veröffentlicht am 29.11.2017 um 12:22 Uhr

Der Oberbürgermeister von Alfred Nzo, Sixolile Mehlomakhulu (Mitte), hofft auf gute Zusammenarbeit mit Landrat Tjark Bartels (re.) und Tobias Timm, Leiter der Klimaschutzagentur. Foto: Landkreis Hameln-Pyrmont
Johanna Lindermann

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Johanna LindermannDWZ Volontärin
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Südafrika und Klimaschutz – auf den ersten Blick passt das nicht so gut zusammen. Doch auch das afrikanische Land leitet unter den Auswirkungen des Klimawandels. Gemeinsam mit dem Landkreis Hameln-Pyrmont will der südafrikanische Distrikt Alfred Nzo deshalb nun an einem Projekt zur kommunalen Klimapartnerschaft arbeiten. Eine Delegation aus vier Politikern aus Alfred Nzo ist in dieser Woche in Hameln-Pyrmont zu Gast.

„Die gemeinsame Arbeit auf kommunaler Ebene ist einfach näher an den Menschen als auf der staatlichen Ebene“, sagt Landrat Tjark Bartels. Die Zusammenarbeit findet im Rahmen der „Kommunalen Klimapartnerschaft“ statt, das durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Unterstützung kommunaler Spitzenverbände gefördert wird.

Der Kontakt kam zustande, da die Klimaschutzagentur des Landkreises an internationalen Kontakten interessiert war, um in ihrer Aufgabe als Masterplan-Kommune einen Schritt weiter zu gehen, erklärt Tobias Timm, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur. Das Ziel sei ein gegenseitiger Austausch zum Klimaschutz. „Wir erhoffen uns einen Know-How-Transfer“, so Timm. Denn auch Deutschland könne von einem Land wie Südafrika, das im Klimaschutz noch nicht ganz so weit sei, lernen, etwa in Bezug auf die Gebäudekühlung oder einfach mit einer anderen Herangehensweise.

Auch der Oberbürgermeister von Alfred Nzo, Sixolile Mehlomakhulu, erhofft sich einen regen Austausch von der Zusammenarbeit mit Hameln-Pyrmont. Es sei „der Beginn eines neues Kapitels“ für die Armutsbekämpfung in Südafrika, die in Zusammenhang mit dem Klimawandel stehe, sagt Mehlomakhulu.

Das Gesamtziel des Projekts in eine stabile Partnerschaft zwischen den beiden Kommunen, die sich schwerpunktmäßig auf den Klimaschutz konzentriert. Dafür soll in den nächsten Monaten ein Handlungsprogramm erarbeitet werden. In dieser Woche werden sich die Südafrikaner zunächst ein Bild des Landkreises Hameln-Pyrmont machen. Sie besuchen unter anderem die Biogasanlage in Flegessen und das Solarforschungsinstitut in Ohr. Zudem ist ein Gegenbesuch einer Abordnung aus Hameln-Pyrmont in Südafrika geplant.

Finanziell wird das Projekt von der Servicestelle Kommunen in Einer Welt (SKEW) getragen, sodass dem Landkreis keine zusätzlichen Kosten entstehen.

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