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Ungeleerte Mülltonnen, geschlossene Kitas: Wo Mitarbeiter am Streiktag fehlen

Verdi ruft – die Angestellten kommen

Weserbergland. Und weg sind sie: Am Dienstag sind etliche Angestellte des öffentlichen Dienstes dem Streik-Aufruf von Verdi gefolgt und zur Kundgebung nach Hannover gefahren. Kitas blieben geschlossen, Mülltonnen ungeleert stehen. Die Auswirkungen auf den Landkreis Hameln-Pyrmont.

veröffentlicht am 26.04.2016 um 15:19 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:50 Uhr

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Autor:

von Karen Klages
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In Hameln waren erste Einschränkungen bereits am frühen Morgen zu spüren: Das Kinderhaus Rohrsen, der städtische Hort der Kita Domeierstraße und die Krippe im FiZ blieben geschlossen. In der Kita der Eugen-Reintjes-Stiftung und bei den Altstadtmäusen hielten Notgruppen den Betrieb aufrecht. Auch in der Krippe Wunderland wurde nach Angaben der Verwaltung eine solche eingerichtet: Hier konnten die Kinder der Kita Domeierstraße untergebracht werden. Zu größeren Problemen hätten diese Einschränkungen nicht geführt: „Besonders die Eltern haben sich bereits darauf eingestellt und sind auch von den jeweiligen Kitas informiert worden“, so eine Stadtsprecherin. Das Bürgeramt der Stadt Hameln, sonst bis 15 Uhr geöffnet, wurde bereits um 12 Uhr geschlossen. Beim Landkreis Hameln-Pyrmont haben laut Sprecherin Sandra Lummitsch „nur vereinzelt Kollegen“ gestreikt; eine Telefonistin am Empfang habe sich auf den Weg zur Kundgebung nach Hannover gemacht, Einschränkungen für die Bürger hätte es dadurch nicht gegeben. Konkreter haben die Einwohner Hameln-Pyrmonts den Streik bei der Einrichtung des Landkreises, der Kreisabfallwirtschaft, wahrgenommen: Mülltonnen blieben in einigen Teilen des Landkreises ungeleert stehen. Der Entsorgungspark blieb geschlossen. Die Kreisabfallwirtschaft wird ab Mittwoch beginnen, die ausgefallenen Touren nachzuholen. Bis zum Wochenende sollen alle Sammeltouren nachgeholt sein. Aufgrund dessen können sich die für den Rest der Woche geplanten Abfuhren ebenfalls verschieben. KAW-Betriebsleiterin Sabine Thimm bittet deshalb darum, die Restmüll-, Bio- und Papiertonnen ebenso wie die Gelben Säcke, Grünschnitt oder Sperrmüll wie gewohnt bereitzustellen und bis zur Abfuhr zugänglich zu halten.

Auch die Angestellten des Sana-Klinikums und der Sparkasse Hameln-Weserbergland, die nach dem Tarifvertrag öffentlicher Dienst besoldet werden, waren zum Streik aufgerufen. In beiden Einrichtungen beteiligten sich je 15 Mitarbeiter an der Kundgebung. „Die Personalausfälle konnten vollständig kompensiert werden. Eine Notfallvereinbarung für die medizinische Versorgung war nicht erforderlich“, erklärt Natalie Arnold, Sprecherin des Sana-Klinkums. Einzelne planbare Operationen seien bereits im Vorfeld verschoben und neu terminiert worden.

Das Bürgeramt der Stadt Hameln, sonst bis 15 Uhr geöffnet, wurde aufgrund des Streiks bereits drei Stunden eher geschlossen.Fotos (3): Dana

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