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Der Journalist über die Liebesgeschichte von Hip-Hop und Politik

Vassili Golod: „Politiker sollten mehr Rap hören“

BAD PYRMONT/LONDON. Das Verhältnis von Rap und Politik ist für Vassili Golod und seine Kollegen nicht weniger als eine Liebesgeschichte. In ihrem preisgekrönten Podcast „Machiavelli“ geben sich Politiker, wie der SPD-Generalsekretär und bekennende Rap-Fan Lars Klingbeil oder der CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor, sowie Rapper, wie Max Herre, Celo & Abdi oder Sookee, die Klinke in die Hand. Im Oktober entlockten die Journalisten Vize-Kanzler Olaf Scholz (SPD) exklusiv die Ankündigung, dass es bei der Polizei eine Rassismusstudie geben werde. Ein Telefongespräch mit dem aus Bad Pyrmont stammenden Vassili Golod (27) über seinen Bezug zu lokaler Rap-Prominenz, Vorurteile über Hip-Hop und was die Politik von Rappern lernen kann.

veröffentlicht am 15.11.2020 um 15:00 Uhr
aktualisiert am 17.11.2020 um 09:31 Uhr

Philipp Killmann

Autor

Reporter zur Autorenseite

Mit dem von Rap und Politik handelnden Podcast „Machiavelli“ reihst du dich als Pyrmonter, zumindest thematisch, in eine Riege von prominenten Rappern ein, die Bad Pyrmont in den letzten 30 Jahren hervorgebracht hat: vom Nation Clan um Costa Meronianakis alias Illmatic über Mert bis zu Fero47. Bist du dir über diese lokale Hip-Hop-Historie im Klaren?

Vassili Golod: Bin ich. Darauf sprechen mich Rapperinnen und Rapper regelmäßig an. Ich selbst bin kein Rapper und werde das auch nie sein. Meine Berührungspunkte mit dieser Kultur sind rein journalistisch. Mert kenne ich tatsächlich noch aus unserer gemeinsamen Zeit an der Grundschule Holzhausen. Sein älterer Bruder war in meiner Parallelklasse. Mert war zwei Klassen unter uns, damals ein lieber kleiner Junge, heute teilweise unter der Gürtellinie, was seine Texte angeht. Fero kenne ich nur von seinen Songs, den habe ich bisher nicht persönlich kennengelernt. Und Illmatic war ja ein bisschen vor meiner Zeit, aber musikalisch sind mir alle drei geläufig.

Soweit ich weiß, hast du erst durch den Machiavelli-Podcast angefangen, dich ernsthaft mit Hip-Hop zu beschäftigen. Hat sich dabei dein Bild von Hip-Hop gewandelt?

Ich muss mich sozusagen mit Hip-Hop auseinandersetzen, weil Jan Kawelke, meine bessere Podcast-Hälfte, diese Kultur lebt und liebt und mich damit immer wieder konfrontiert, vor allem mit Inhalten aus Rap-Songs. So habe ich gelernt, wie politisch Rap eigentlich ist. Früher dachte ich, wie wahrscheinlich viele, die keine wirkliche Ahnung von Hip-Hop haben: Ach ja, das sind irgendwelche Typen, die haben dicke Autos, tragen Goldketten, fühlen sich total cool und beleidigen alles, was sie beleidigen können. Das ist aber falsch. Das ist nur ein kleiner Ausschnitt dieser ansonsten großartigen und vielfältigen Kultur. Hip-Hop begeistert viele Menschen auf der ganzen Welt und ist wahrscheinlich die einflussreichste Kultur der Welt. Sie zieht sich ja inzwischen durch den gesamten musikalischen Mainstream, mit Künstlern wie Drake oder Cardi B zum Beispiel. Gerade in Deutschland gibt es viele politische Künstlerinnen und Künstler, die sich in ihren Songs immer wieder gesellschaftspolitisch positionieren. Deshalb würde ich besonders Bundestagsabgeordneten wie Johannes Schraps oder Jutta Krellmann empfehlen, mehr Rap zu hören, sich mehr damit auseinanderzusetzen. Über die Texte werden sie viel darüber lernen, wie junge Menschen denken und welche Themen sie beschäftigen.

Welchen Rap hörst du persönlich gern?

In der Grundschule war das vor allem Eminem, dann ganz lange gar nichts. Inzwischen höre ich Künstler wie Max Herre, der schon mit Freundeskreis politisch war und den heutigen Generalsekretär der SPD und leidenschaftlichen Hip-Hop Fan, Lars Klingbeil, politisiert hat. Oder Trettmann, der in der DDR aufgewachsen ist und heute mit seiner Musik die Popkultur in Deutschland entscheidend prägt. Ich bin viel auf Musikplattformen unterwegs und höre mir an, was da so Neues kommt und was politisch drinsteckt. Pashanim, Symba und Hayiti machen ziemlich coole Musik. Ein Song, der mich im letzten Jahr besonders beeindruckt hat, war „Stolpersteine“ von Trettmann, den er live auf dem „Splash!“-Festival gespielt hat. Du siehst da Tausende von Menschen, die da eigentlich zum Feiern sind, und plötzlich kommt dieser Song, der an den Holocaust erinnert, Erinnerungskultur ganz klar in den Fokus nimmt und kritisch auf die Gegenwart blickt. Das war so ein Moment, in dem mir bewusst geworden ist: Ja, das ist der Einfluss, den Künstler haben können – und den andere Menschen, Politiker zum Beispiel, in dieser Form gar nicht haben können auf die junge Generation. Das begeistert mich, das beschäftigt mich und damit setze ich mich in jeder Machiavelli-Folge aktiv auseinander.

Hip-Hop wird gerne nachgesagt, frauenfeindlich, homophob und antisemitisch zu sein. Inwiefern hast du dies im Rahmen deines Podcasts bislang bestätigt gefunden?

Ich würde sagen, dass Hip-Hop all die Dinge, die es leider auch in der Gesellschaft gibt, noch mal in einer extrovertierteren Form zeigt. Es gibt Sexismus im Hip-Hop, es gibt Künstler, die offen sexistisch sind, die sexistische Zeilen rappen und damit Grenzen überschreiten. Genauso gibt es Antisemitismus im Rap. Ein bekanntes Beispiel dafür ist Kollegah, der sich in verschiedenen Youtube-Videos krude geäußert hat. Das muss genauso scharf verurteilt werden, wie jede Form von Antisemitismus und jede Form von Sexismus in anderen Bereichen unserer Gesellschaft. Und das wird auch von dem größten Teil der Rap-Szene verurteilt. Und genau wie die Gesellschaft ein Parteienspektrum hat, genau wie die Gesellschaft ein Problem mit Rechtsradikalismus hat, gibt es all das auch im Hip-Hop. Wer aber sagt, dass Hip-Hop per se sexistisch und antisemitisch ist, der hat keine Ahnung von dieser Kultur und hat sich einfach nicht ausreichend damit beschäftigt. Das ist die Lehre, die ich aus den zwei Jahren Machiavelli gezogen habe. Menschen, die pauschal über dieses Genre urteilen, sollten sich erst mal damit auseinandersetzen, um dann differenzierte Kritik zu üben. Denn innerhalb der Szene gibt es ja auch Debatten darüber, was zu Hip-Hop gehört und was nicht, wovon distanziert man sich, was findet man cool und welche Künstler sind in Ordnung. Diese Debatten werden ständig geführt und sie werden in den letzten Jahren aktiver geführt als je zuvor.

Ich habe auch den Eindruck, dass sich da in den letzten Jahren viel getan hat, nachdem sich die Szene lange Zeit über solche Problemfragen ausgeschwiegen hat. Aber das ändert sich gerade und Euer Podcast ist ein Medium, in dem diese kritische Auseinandersetzung stattfindet. Wie seid du und Jan Kawelke überhaupt auf die Idee gekommen, eine Sendung über Hip-Hop und Politik zu machen?

Jan Kawelke und ich haben uns im Volontariat beim WDR kennengelernt. Wir sind sehr unterschiedlich und das sieht man auch: Ich trage gerne Anzüge, er trägt gerne Hoodies. Er steht für die Hip-Hop-Kultur und hört den ganzen Tag Musik, ich lese in meiner Freizeit vor allem längere politische Analysen. Im Volontariat habe ich Jan immer wieder mit Dingen konfrontiert, die ich gelesen habe, zum Beispiel mit der Antisemitismus-Debatte rund um die „Echo“-Verleihung mit Kollegah und Farid Bang. Er hat die Feinheiten der Debatte aus der Rap-Perspektive aufgedröselt. Seine These war: Renommierte Journalisten haben keine Ahnung von der Hip-Hop Kultur. Und dann haben wir immer wieder gestritten und festgestellt, dass diese Schnittstelle zwischen Politik und Rap nicht wirklich besetzt ist. Wir haben also ein Konzept geschrieben und Schiwa Schlei, unsere Chefin bei „WDR Cosmo“, die übrigens in Bodenwerder aufgewachsen ist, dafür begeistern können. Also haben wir einfach losgelegt und uns entwickelt. Am Anfang nur geredet, dann irgendwann Musik eingespielt und Gäste eingeladen – bis hin zu Olaf Scholz, dem Vize-Kanzler und Kanzlerkandidaten der SPD. Das zeigt, dass das Medium relevant ist und unsere Zielgruppe auch relevant ist. Denn unseren Podcast hören verstärkt junge Menschen, viele Erstwählerinnen und Erstwähler und viele Politik- und Musik-begeisterte Menschen.

Ihr bezeichnet das Verhältnis von Rap und Politik als Liebesgeschichte: Rap liebt Politik. Und Politik liebt Rap. Wieso ist das Eurer Meinung nach so?

Weil Rap immer politisch ist. Du hast schon immer Zeilen, die Missverhältnisse in der Gesellschaft ansprechen, du hast Themen wie Rassismus, die sich durch unsere Gesellschaft ziehen, aber die sich auch durch diese Musikrichtung ziehen, gerade in den USA, aber auch in Deutschland. Umgekehrt ist es politisch so, dass Politik Rap lieben muss, weil da Klartext gesprochen wird. Politiker wünschen sich ja, dass Dinge, die nicht richtig laufen, konkret angesprochen werden. Genau das passiert in Rap-Texten. Und wenn Politiker zuhören würden, würde es ihnen leichter fallen, politische Lösungsansätze zu entwickeln und mit jungen Menschen in den Dialog zu treten. Ja, Rap ist oft hart und zugespitzt, aber das heißt nicht, dass man mit Rapperinnen und Rappern nicht abseits ihrer Songs auch sehr direkte, ehrliche und interessante Gespräche führen kann. Das versuchen wir in unserem Format deutlich zu machen. Wir sind die Plattform, die den Austausch zwischen diesen beiden Welten ermöglicht. Zwischen der Anzugträgerwelt, die sich oft kompliziert ausdrückt, und der Jugendkultur, die ihre Sprache in der Musik findet. Das ist für mich jedes Mal lehrreich und spannend, weil natürlich alle Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen Situationen kommen, verschiedene Erfahrungen mitbringen. Felix Kummer, zum Beispiel, ist in Chemnitz aufgewachsen und hat sich dort politisiert, weil er immer wieder von Rechten zusammengeschlagen wurde. Felix hat natürlich einen anderen Blick auf die Welt als Credibil, der in Frankfurt am Main sozialisiert wurde. Und das fasziniert mich, diese verschiedenen Menschen zu treffen, mit ihnen zu sprechen und auch Politikern diesen Einblick zu geben.

Du findest, Politiker sollten bei Rapper mehr hinhören. Wieso wird Hip-Hop nach 40 Jahren, die es ihn in Deutschland gibt, immer noch nicht ernstgenommen?

Zum einen, weil Rap die Politikergeneration, die vielleicht mit Rock oder Schlagern aufgewachsen ist, einfach musikalisch nicht anspricht. Sie finden diese Beats zu hart, ihnen wird zu schnell gesprochen, sie finden das unangenehm, vielleicht sind ihnen die Worte, die da gewählt werden, zu scharf. Der entscheidende Grund ist aber, dass sie sich oft nur auf einer oberflächlichen Ebene damit auseinandersetzen. Sobald sie sich nämlich mit den Künstlern auseinandersetzen und sehen, was für Menschen dahinterstecken, was für Perspektiven dahinterstehen, öffnet das ganz andere Welten. Und das stellen wir in unserem Podcast fest, wenn Politiker wie Martin Schulz oder Gregor Gysi nach einer Folge sagen: Wow, das hätte ich jetzt nicht gedacht, dass man so ein spannendes Gespräch führen kann, ich saß noch nie mit einem Rapper zusammen. Die gehen mit einem ganz anderen Blick auf die Kultur und auf diese Menschen aus dem Podcast. Genau das wollen wir in dem Format ermöglichen. Umgekehrt wollen wir auch Rapperinnen und Rappern, die vielleicht politikverdrossen sind und nicht daran glauben, dass Politikerinnen und Politiker etwas ändern können, zeigen, dass das Menschen sind, die für etwas kämpfen, die Ideale haben. Die aber eben Kompromisse machen müssen. Diese Seite decken wir genauso ab, indem wir zeigen: Politiker können nicht zaubern, Politik kannst du nicht von heute auf morgen machen. Das ist ein langer und komplexer Prozess.

Wie reagieren Rapper und Politiker auf Eure Interviewanfragen?

Anfangs mit Skepsis. Gerade Künstlerinnen und Künstler hatten Sorge, sich mit Politikern zu treffen. Da kamen Aussagen, wie: „Ich kann da rhetorisch vielleicht nicht mithalten, ich kann da nur verlieren; mich beschäftigen zwar politische Themen, aber wie soll ich denn mit Gregor Gysi an einem Tisch sitzen? Oder mit Sahra Wagenknecht oder mit Philipp Amthor – was soll ich da?“ Wir haben ihnen dann erklärt, dass es uns nicht um einen Wettbewerb geht, sondern um ein gutes Gespräch, einen direkten und persönlichen Austausch. Und viele haben diese Gelegenheit dann wahrgenommen. Inzwischen gibt es ein großes Interesse von Künstlern, bei Machiavelli aufzutreten. Politiker waren tatsächlich von Beginn an sehr offen. Vor allem liberale Politiker und Politiker links der Mitte. Bei der CDU hat es ein bisschen länger gedauert, aber inzwischen ist auch da das Interesse groß und wir laufen offene Türen ein.

Inzwischen ist auch die Musikjournalistin Salwa Houmsi mit an Bord von Machiavelli?

Salwa ist fester Bestandteil von Machiavelli. Wir haben im ersten Lockdown die Entscheidung getroffen, dass wir häufiger da sein müssen für die Menschen, die uns hören, weil das Interesse sehr groß war. Wir waren mit Salwa Houmsi zusammen auf Podcast-Tour, da war sie schon mit dabei, hat mitdiskutiert und auch hinterher aufgelegt, weil sie eine großartige DJ ist. Sie war auch schon vorher in einzelnen Folgen zu Gast, und dann haben wir überlegt: Wir wär‘s denn, wenn wir ein zweites Format aufsetzen? Dieses Format heißt „Machiavelli Push“, da geht es um tagespolitisch aktuelle Rap-Themen, also vor allem um Künstlerinnen und Künstler, die sich politisch positionieren. Neulich hat sich zum Beispiel der Rapper Rin mit dem Bürgermeister von Bietigheim-Bissingen, der Stadt, in der Rin wohnt und Musik macht, getroffen. Die beiden arbeiten jetzt zusammen an Projekten. Und Salwa und Jan rufen in „Push“ dann diesen Bürgermeister an und sprechen mit ihm. Sie diskutieren auch über problematische Zeilen in neuen Songs. Sie beschäftigen sich alle zwei Wochen in einer Folge mit mehreren aktuellen Themen. Jan und ich fokussieren uns in den klassischen Machiavelli-Ausgaben eine Stunde lang auf ein Thema und gehen mehr in die Tiefe. Wir schauen uns zum Beispiel an, wie es gerade um die Rechtsstaatlichkeit in Polen steht und wie sich die Popkultur in Polen dazu verhält. Es gibt also jeden Mittwoch eine Folge Machiavelli, einmal mit Jan und mir und einmal mit Salwa und Jan.

Gehört es zum festen Format des Podcasts, die Interviewpartner zu duzen?

Genau. Wir haben uns viele Gedanken darüber gemacht. Die Künstlerinnen und Künstler sind ja oft in unserem Alter und wir würden gar nicht auf die Idee kommen, sie zu siezen. Rapper siezt du eigentlich nicht, sondern duzt sie, auch aufgrund des Alters. Dann die Konstellation: Du sitzt zu viert am Tisch, drei Leute duzen sich und drei Leute siezen die vierte Person? Das wäre ein bisschen komisch. Deshalb haben wir uns überlegt: Wir duzen uns in dem Format, das war auch nie für jemanden ein Problem. Auch nicht für Olaf Scholz. Bei Machiavelli nenne ich ihn Olaf. Aber wenn ich ihm das nächste Mal begegne, werde ich ihn selbstverständlich siezen.

Der Name Olaf Scholz fiel hier schon häufiger. Ihr habt den Vize-Kanzler für eine Folge Eures Podcast gewinnen können. Habt Ihr auch schon die Fühler nach der Kanzlerin ausgestreckt?

Wir sind ambitioniert. Man kann es in Teilen auch größenwahnsinnig nennen. Unser größenwahninnigster Versuch war es, Barack Obama anzufragen, kurz vor seinem letzten Deutschlandbesuch, da war er schon nicht mehr Präsident. Und wir haben sogar eine Antwort bekommen von seinem Pressesprecher, dass Interesse da ist. Sie haben sich dann aber entschieden, gar keine Interviews in Deutschland zu geben. Aber wir scheuen uns nicht davor anzufragen. Und das gilt auch für die Bundeskanzlerin: Wir sind in Gesprächen und es ist nicht ausgeschlossen. Was ich tatsächlich aber spannender finde: Wir hatten ja jetzt schon den einen Kanzlerkandidaten, uns würde aber natürlich auch interessieren, was die anderen Kanzlerkandidaten zu sagen haben. Wir wissen ja noch nicht, wer es bei der CDU wird – Friedrich Merz, Armin Laschet oder Norbert Röttgen. Einer von ihnen wird hoffentlich auch zeitnah in unserem Podcast sitzen. Oder, wenn bei den Grünen die Entscheidung gefallen ist, Annalena Baerbock oder Robert Habeck, auch mit ihnen würden wir gerne sprechen. Wir sind da in alle Richtungen offen, diesen Austausch zu suchen und Politikerinnen und Politiker mit Rappern zusammenzubringen. Also wenn Frau Merkel dieses Interview liest, dann kann sie sich gerne bei uns melden!

Du bist ja manchmal noch in Bad Pyrmont und besuchst deine Eltern …

Genau, meine Mama wohnt in Bad Pyrmont, meine Oma auch. Es ist die schönste Stadt der Welt! Und da bin ich immer gerne, das ist mein Zuhause.

Vielleicht bietet sich ja auch mal Gelegenheit für eine lokale Ausgabe von Machiavelli.

Auf jeden Fall! Ich hab mich bei unserer letzten Tour schon geärgert. Wir waren wirklich in verschiedensten Städten unterwegs. Wir waren in Hamburg, wir waren in Chemnitz, wir waren in Berlin, wir waren in Oberhausen, Jans Heimat, wir waren sogar in Wien, aber wir haben es nicht nach Bad Pyrmont geschafft. Also ich persönlich habe sehr großes Interesse daran mit dem Podcast-Format in die Kurstadt zu kommen. Aber immerhin hatten wir einen internen Workshop mit unserem Machiavelli-Team in Bad Pyrmont. Da habe ich allen den Kurpark gezeigt, habe sie ein bisschen rumgeführt und alle waren schwer begeistert. Das heißt, innerhalb unseres Teams werde ich offene Türen einlaufen, wenn wir so was wieder planen. Und ich glaube, es gibt ja auch genügend Menschen, mit denen wir sprechen und auch diskutieren könnten, auch kontroverser diskutieren könnten. Tatsächlich fände ich Fero ganz spannend.

Wieso Fero?

Weil er irre erfolgreich ist natürlich, weil er im Gegensatz zu Mert – zumindest, was ich bis jetzt gehört habe – auf homophobe und sexistische Zeilen verzichtet, das ist mir positiv aufgefallen. Aber ich würde mich auch gerne mal mit Mert austauschen, den ich seit der Grundschule aus den Augen verloren habe. Ich glaube, da gäbe es einiges zu diskutieren. Und da unser Format vom Streit, von konstruktivem Streit lebt, wäre auch das sicherlich spannend.

Danke für das Gespräch.

Information

Zur Person

Vassili Golod kam 1993 in Charkiw in der Ukraine zur Welt, aufgewachsen ist er in Bad Pyrmont. In der Radio-AG des Humboldt-Gymnasiums sammelte er mit 12 erste Interviewerfahrungen. Seit seinem 16. Lebensjahr war er als Reporter für „Radio aktiv“ und die Pyrmonter Nachrichten/Dewezet tätig. In Göttingen und Aberystwyth (Wales) studierte er Politikwissenschaft & Geschichte. Ab 2013 war er freier Autor beim NDR, von 2015 bis 2016 bei der Rheinischen Post tätig. Danach absolvierte er beim WDR ein Programmvolontariat. Seit August 2018 macht er bei Radio COSMO gemeinsam mit Jan Kawelke und Salwa Houmsi den „Machiavelli“-Podcast, seit März 2020 ist er Korrespondent im Londoner Studio der ARD. Außerdem ist der Florettfechter nach wie vor aktives Mitglied beim TC Hameln.



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