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Minister Bernd Althusmann: „Notfallbremsassistenten für Lkw darf man nicht ausschalten können!“

Unfallschwerpunkt A 2 – was hilft?

REHREN. Immer wieder passieren schwerste Unfälle auf der Autobahn 2 – sehr häufig Auffahrunfälle mit Lastwagen. Gemeinsam mit mehreren Verbänden hatte das niedersächsische Verkehrsministerium deshalb verschiedene Informations- und Aktionsstände auf der Raststätte Auetal Süd aufgebaut. An diesen klärten Verkehrsexperten der Polizei und der Verbände Lastwagenfahrer über die Unfallrisiken während der Fahrt auf.

veröffentlicht am 06.09.2018 um 17:24 Uhr
aktualisiert am 06.09.2018 um 18:10 Uhr

Spontan sucht der Reisebusfahrer Steffen Reich (Mitte) das Gespräch mit Minister Bernd Althusmann und Heiner Bartling. Foto: la
Kerstin Lange

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Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite
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Immer wieder passieren schwerste Unfälle auf der Autobahn 2 – sehr häufig Auffahrunfälle mit Lastwagen. „Im Verkehrsministerium beschäftigen wir uns tagtäglich mit der Frage, wie wir Unfälle auf den niedersächsischen Autobahnen verhindern können. Hier gibt es kein Allheilmittel, vielmehr müssen vielfältige Maßnahmen ineinandergreifen, wie zum Beispiel ein verbesserter Verkehrsfluss und der verpflichtende Einbau von optimierten Notbremsassistenten für Lkw, die nicht ausgeschaltet werden können“, stellte Landesverkehrsminister Bernd Althusmann (CDU) am Donnerstagmorgen auf der Raststätte Auetal Süd fest.

Gemeinsam mit der Landesverkehrswacht Niedersachsen, dem Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen und dem Fahrlehrerverband Niedersachsen hatte das niedersächsische Verkehrsministerium verschiedene Informations- und Aktionsstände auf der Raststätte aufgebaut. An diesen klärten Verkehrsexperten der Polizei und der Verbände Lastwagenfahrer über die Unfallrisiken während der Fahrt auf.

Unter anderem konnten Fahrer an einem sogenannten Pupillomaten ihre Fahrtauglichkeit testen: Das Gerät misst die Pupillenreaktionen und entlarvt so übermüdete Lenker. Mithilfe eines Reaktionstestgeräts wurde den Fahrern zudem verdeutlicht, wie stark die Reaktionszeit am Steuer durch Ablenkungen wie etwa ein Handy beeinträchtigt wird.

Der Minister testet den sogenannte Pupillomaten – ein computergestütztes Untersuchungssystem zur Erkennung von Schläfrigkeit. Foto: la
  • Der Minister testet den sogenannte Pupillomaten – ein computergestütztes Untersuchungssystem zur Erkennung von Schläfrigkeit. Foto: la
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Heiner Bartling, Präsident der Landesverkehrswacht Niedersachsen, sagte: „Ein zu geringer Sicherheitsabstand zum Vordermann gehört auf deutschen Autobahnen zu den häufigsten Ursachen bei Unfällen mit Personenschaden. An die Faustregel, mindestens die Hälfte der Fahrgeschwindigkeit in Metern zwischen sich und dem vorausfahrendem Fahrzeug Abstand zu lassen, hält sich lange nicht jeder!“

Althusmann, der den Pupillomaten und den Reaktionstest selbst ausprobierte, versprach, sich dafür einzusetzen, dass künftig kürzere Baustellen eingerichtet werden und diese auch schneller fertiggestellt werden. Gerade in Baustellen passieren nämlich viele Unfälle. Dazu meldete sich spontan der Reisebusfahrer Steffen Reich, der auf der Rastanlage eine Pause machte. „Man sollte die Fahrbahnen in den Baustellen verbreitern. Das ist fast immer möglich – und dann die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 Stundenkilometer festlegen. Dieses ständige 80, 60 und sogar 40 fahren, verlangt ständiges Abbremsen und fördert die Unfallgefahr“, erklärte er im Gespräch mit Althusmann und Bartling.



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