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Und ewig lauert der Holzbock

Hameln (phi). Frühling in Hameln und Sonne satt – lange haben Mensch und Tier auf die wärmere Jahreszeit gewartet. Aber des einen Freud ist des andern Leid: mit den warmen Temperaturen beginnt auch wieder die Zeckensaison. In Wiesen und Wäldern lauern die Holzböcke auf Opfer und mit ihnen verderben auch die anderen lästigen kleinen Besucher vielen Sonnenhungrigen mitunter den Spaß in der Natur

veröffentlicht am 03.05.2009 um 18:22 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 23:21 Uhr

Holzbock
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 Besonders gefährlich werden können insbesondere Zeckenbisse von Tieren, die mit Krankheitserregern infiziert sind. Die aggressive Auwald-Zecke, eine exotische Art und vormals in Südosteuropa beheimatet, breitet sich langsam von Süd- nach Norddeutschland aus. Im Weserbergland ist der gefährliche Krabbler augenscheinlich aber noch nicht angekommen: „Es ist uns jedenfalls bisher kein Fall in Verbindung mit dieser Zeckenart bekannt“, bestätigt Dr. Rolf Fleischer vom Gesundheitsamt des Landkreises Hameln-Pyrmont. 

 Hinlänglich bekannt ist die Gefahr der Übertragung von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), eine Form der Hirnhautentzündung, und Borreliose durch Zecken. In Niedersachsen gab es vereinzelt Fälle von Hirnhautentzündung, grundsätzlich wird das norddeutsche Bundesland aber nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts nicht als Risikogebiet eingestuft. Deutschlandweit besteht jedoch nach einem Zeckenbiss immer die Gefahr mit Borreliose infiziert zu werden.
 „Wenn das Tier sofort entdeckt und entfernt wird, kann bei gesunden Menschen im Grunde aber nichts passieren.“ erläutert der Experte Fleischer. Zunächst sondert die Zecke eine Art „Betäubungsmittel“ ab und speichelt erst später.

 Durch den Speichel werden die Erreger auf den Menschen übertragen, so dass Infektionen ausgeschlossen werden können, wenn die Zecke schnell entfernt wird.  „Im Augenblick sind Wespen und Hornissen gerade dabei ihre Nester anzulegen und ihr Volk aufzubauen“ erläutert Biologe Harald Baumgarten von der unteren Naturschutzbehörde des Landreises Hameln-Pyrmont.
 Die frühe Wespe, die jetzt verbreitet wahrgenommen wird, sei völlig harmlos. Die späte Wespe im August, so der Fachmann, sei wesentlich aggressiver. Aber auch hier kann, wie bei den Hornissen, mit einfachen Verhaltensmaßregeln eine friedliche Koexistenz von Mensch und Insekt erzielt werden. Lebensgefahr, auch durch eine Mehrzahl an Stichen durch Wespen, Bienen, Hummeln oder Hornissen ist Menschen normalerweise nicht zu befürchten.
 



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