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Im Garten von Liane und Frank Czainski wachsen Bananen – in Mitteleuropa eigentlich unmöglich

Tropisches Obst im Miniformat

WESERBERGLAND. Es ist schon eine kleine botanische Sensation, die sich diesen Sommer im Garten von Liane und Frank Czainski ereignet. Die Rede ist von einer Bananenstaude in der heimischen Grünanlage des Ehepaars aus Engern. Das exotische Gewächs hat hierzulande als Zimmerpflanze in vielen Wintergärten zwar beileibe keinen Seltenheitswert mehr. Doch die Bananenstaude der Czainskis ist dennoch außergewöhnlich – sie trägt Früchte

veröffentlicht am 30.07.2018 um 17:40 Uhr

Fast 60 Minibananen wachsen an der Bananenstaude im Garten von Liane und Frank Czainski. Für das Ehepaar aus Engern eine „außergewöhnliche Seltenheit.“ Foto: nk

Autor:

NIKLAS KÖNNER
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Rund 60 Minibananen in der Größenordnung von zehn bis zwölf Zentimetern reifen derzeit an der fast drei Meter hohen Pflanze heran.

„Eigentlich“, so Frank Czainski, „können in dem mitteleuropäischen Breitengrad gar keine Bananenfrüchte wachsen. Das ist eine absolute Ausnahme.“ Eine Ausnahme, die durch den Zufall begünstigt zu sein scheint – und unter großer Mithilfe des Wettergottes. Denn die ursprünglich in tropischen Regionen beheimateten Bananen bräuchten „sehr hohe Temperaturen und milde Winter“, erklärt Czainski. Nur aufgrund des ungewöhnlich lang anhaltend warmen und niederschlagsarmen Wetters habe die Staude „erstmals seit der vierjährigen Wachstumszeit Früchte gebildet“, so Czainski weiter.

Die Idee, eine Bananenstaude im eigenen Garten anzubauen, entstand bei dem Hobbygärtner-Ehepaar damals mehr oder weniger aus der Spontanität heraus. Rein zufällig habe er die winterharten Bananenstauden in einem Gartenkatalog entdeckt und probeweise für die Aufzucht in einem Kübel bestellt, erinnert sich Frank Czainski. „Irgendwann haben wir dann den Versuch gewagt und die Pflanze in handelsübliche Erde an eine leicht geschützte Stelle im Garten umgepflanzt.“

Ab und an etwas Wasser sowie eine Handvoll Dünger waren in der Folgezeit das einzige, womit Liane und Frank Czainski die ansonsten recht pflegeleichte Bananenstaude behandelten. Seitdem könne man der Pflanze „tagtäglich beim Wachsen regelrecht zusehen“, schildert Liane Czainski die sonderbare Entwicklung.

Dass sich nach vier ertragslosen Jahren jetzt jedoch tatsächlich eine immer größer werdende Traube, an deren Ende die Minibananen heranwachsen, bildet, damit hatte selbst das Ehepaar nicht gerechnet. „Das passiert wahrscheinlich nur einmal in vielen Jahren“, mutmaßt Frank Czainski angesichts der besonderen Umstände.

Ob die Engerschen Bananen allerdings auch geschmacklich ihren Verwandten aus den Tropen in nichts nachstehen, kann erst in einigen Wochen beurteilt werden. Zunächst muss noch die Schale der Früchte ihre typisch gelbe Farbe annehmen, ehe geerntet werden kann. Frank Czainski hat hinsichtlich des Aromas aber schon eine Vermutung parat: „Die Bananen sollen, so steht es zumindest im Katalog, zuckersüß schmecken“, verrät er und fügt an: „Doch wir lassen uns einfach mal überraschen.“



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