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Leiche der 29-Jährigen im Unterholz in der Nähe des Mittellandkanals entdeckt

Tote Frau im Wald stammt aus Schaumburg

SEELZE/BAD NENNDORF. Eine Spaziergängerin hat Montagvormittag, 3. April, gegen 8 Uhr, die Leiche einer jungen Frau in einem Waldstück in der Nähe des Seelzer Ortsteils Dedensen entdeckt. Es handelt sich nach Polizeiangaben bei der Frau um eine 29-Jährige aus Bad Nenndorf. Die Kripo geht nach einer Obduktion – definitiv – von einem Tötungsdelikt aus und sucht nun dringend Zeugen.

veröffentlicht am 05.04.2017 um 08:18 Uhr

Polizeibeamte suchen in dem Wald bei Seelze nach dem Fund der Leiche der 29 Jahre alten Bad Nenndorferin nach Spuren. Die Beamten gehen davon aus, dass die Frau einem Gewaltverbrechen zum Opfer fiel. Foto: dpa

Bisherigen Erkenntnissen zufolge hatte eine 49-jährige Frau die im Unterholz liegende Leiche bei einem Spaziergang mit ihrem Hund unweit eines Feldweges in der Nähe des Mittellandkanals (Waldstück östlich von Dedensen; Zufahrt über die Straße Auf dem Kampe) gefunden; sie lag zirka 20 Meter von dem Weg entfernt im Unterholz. Eine erste rechtsmedizinische Untersuchung am Tatort ergab, dass die Frau offensichtlich getötet wurde. Dieser Verdacht bestätigte sich bei der Obduktion in der Rechtsmedizin. Demnach führte äußere Gewalteinwirkung zum Tod der jungen Frau.

Nach Angaben von Behördensprecher Mirco Nowak waren die Beamten von etwa 10 Uhr an im Einsatz. Sie durchsuchten das Wäldchen, in dem die Frauenleiche gefunden wurde. Gefahndet wurde nach Hinweisen zum Verbrechen. Dafür setzten die Beamten auch Spürhunde ein. Laut Polizei wird gefundenes Beweismaterial noch ausgewertet.

Aufgrund des Zeugenaufrufs der Polizei Hannover meldete sich ein Mann beim Kriminaldauerdienst und teilte mit, dass seine Kollegin nicht zur Arbeit erschienen sei. Weitergehende Ermittlungen ergaben, dass dieselbe Frau nahezu zeitgleich von Angehörigen bei der Polizei in Bad Nenndorf vermisst gemeldet worden war. Durch weitere Überprüfungen steht nun fest, dass es sich bei der Toten um diese Frau handelt.

Die Einwohner von Dedensen sind erschüttert. Meta Velten sah gegen 8.30 Uhr die ersten Polizisten am Feldweg, als sie am Mittellandkanal mit ihrem Hund spazierenging. „Ich dachte noch, dass sie da irgendetwas gefunden haben müssen“, sagt die 75-Jährige. „Grausam“, sagt eine Frau, die anonym bleiben möchte: „Auf dem Weg gehe ich selbst ganz oft mit meinem Hund spazieren.“ Der Bereich am Wasser und rund um das Wäldchen sei bei Spaziergängern und Hundebesitzern beliebt. Die kleine Straße sei zudem für viele ein Schleichweg zwischen Dedensen und der Bundesstraße 441.

Jetzt bitten die Ermittler um Hinweise von möglichen Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich des Fundorts bei Dedensen gesehen haben. Zeugen wenden sich bitte an den Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer 0511/ 109-55 55. red

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