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Verfahren gegen 52-Jährigen in Rinteln wird gegen eine Geldauflage eingestellt

Tödlicher Autobahnunfall bleibt rätselhaft

Rinteln. Knapp zwei Jahre nach einem tragischen Verkehrsunfall auf der Autobahn 2 bei Bad Eilsen musste sich nun ein 52-jähriger Autofahrer wegen fahrlässiger Tötung vor dem Rintelner Amtsgericht verantworten. Der Angeklagte war mit seinem Pkw auf der linken Spur ins Schleudern gekommen und auf den Standstreifen geraten. Dort erfasste er einen an Straßenbauarbeiten beteiligten Mann, der sich neben seinem Fahrzeug aufhielt. Der 61-Jährige erlag seinen schweren inneren Verletzungen. Auch nach der Vernehmung des Angeklagten, eines Zeugen sowie eines Kfz-Sachverständigen bleibt das Geschehen rätselhaft. Letztlich wurde das Verfahren „wegen geringer Schuld“ eingestellt; allerdings muss der 52-Jährige 2000 Euro an die Opferhilfe Bückeburg überweisen.

veröffentlicht am 03.03.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 04:21 Uhr

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An einem Nachmittag im Juni 2013 war der Angeklagte mit seinem Hyundai-Pkw wie gewohnt auf der A 2 in Richtung Dortmund unterwegs. Er pendelt täglich von seinem Wohnort in Ostwestfalen rund 80 Kilometer zu seinem Arbeitsplatz im Schaumburger Land. Hinter Bad Eilsen war er mit etwa 120 Stundenkilometern unterwegs. Die Fahrbahn war nach einigen Regenschauern feucht, wenige Wochen vorher war sie neu asphaltiert worden. In einer leichten Kurve sah der Mann einen BMW, der mit gelber Rundumleuchte und Warnblinklicht auf dem Standstreifen abgestellt war. Der dazugehörende Mitarbeiter war mit Messinstrumenten unterwegs. „Hier ist etwas ungewöhnlich und unübersichtlich, ich muss meine Geschwindigkeit verringern“, erinnerte sich der Angeklagte an seine damaligen Gedanken. Er habe dann normal gebremst, versicherte der Ostwestfale. Eine Erklärung für das weitere verhängnisvolle Geschehen hat er nicht. Nach dem Unfall wurde er mit einem schweren Schock ins Bückeburger Krankenhaus eingeliefert. Später begab er sich in psychologische Behandlung.

Ein Sachverständiger bezifferte die Geschwindigkeit des Hyundai auf 113 bis 148 Stundenkilometer. Damit sei die Kurve sicher zu durchfahren. Technisch war der fast neuwertige Wagen in gutem Zustand. Der Fachmann mutmaßte: „Am Anfang muss eine unpassende Lenkbewegung gestanden haben.“ Nachdem auch der Leitende Oberstaatsanwalt Martin Appelbaum von einem „leichten Verschulden mit tragischer Folge“ gesprochen hatte, stellte Richter Christian Rost das Verfahren ein. maf



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