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Kehle durchgebissen, Kopf abgetrennt

Tod der Wallabys gibt Rätsel auf

Hemeringen (doro). „Wer macht denn so etwas?“ Das fragt sich Bastian Hundertmark immer wieder, seit er seine beiden handzahmen Wallabys „Hanni“ und „Nanni“ tot im Garten fand. Dem ersten Tier wurde der Kopf abgetrennt, dem zweiten die Kehle durchgebissen. „Ich habe geweint, als ich das gesehen habe“, sagt Bastian Hundermark. Beide Tiere hatten Junge im Beutel.

veröffentlicht am 01.12.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 08:41 Uhr

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Die Polizei Hessisch Oldendorf wartet derzeit auf das Gutachten des Tierarztes. Solange das nicht vorliegt, wollen sich die Beamten nicht zu dem Vorfall äußern.

Es war noch sehr früh, so gegen 6.30 Uhr, als der Hemeringer am Morgen des 23. November nach seinen Tieren schaute. „Es sah aus, als ob es schläft“, sagt Bastian Hundertmark über das zuerst getötete Wallaby, dessen Kopf bis heute nicht gefunden wurde. Die Hundertmarks verständigten die Polizei. Die Beamten aus Hessisch Oldendorfer hätten sich gewundert, dass sie weder Blutspuren noch den Kopf fanden.

Als der Hemeringer am darauf folgenden Tag das zweite Wallabee mit durchgebissener Kehle im Garten fand, war die Verzweiflung groß. Dass es ein Fuchs war, glaubt Bastian Hundertmark nicht: „Der hätte sich auf die Gänse gestürzt und nicht auf ein wehrhaftes Wallaby.“

Bastian Hundertmark will wissen, was da in der Nacht geschieht und verbringt die nächsten drei Nächte im Gartenstuhl beim Gehege, damit dem verbliebenen kleinen Wallaby-Bock nichts passiert. „Ernie“ ist der Jüngste und sehr scheu. Mit Wärmflasche und heißem Tee, den ihm seine Frau von Zeit zu Zeit bringt, hält er Wache. Aber nichts geschieht. „Kein Geräusch weit und breit“, sagt der Hemeringer. Damit der kleine Ernie nicht allein sein muss, hat der Tierpark Bad Pyrmont dem Paar ein Tier als Leihgabe gebracht. „Das war unheimlich nett.“

Wie es weitergehen soll, weiß Bastian Hundertmark selbst nicht. Der Schock sitzt tief. „Ich würde besser schlafen, wenn ich wüsste, was passiert ist.“ Neben der Trauer um die Tiere ist auch der finanzielle Verlust nicht unerheblich: Ein Weibchen kostet rund 3000 Euro. Für die Zucht der tasmanischen Rotnacken-Wallabys aus der Familie der Kängurus hat der junge Mann sogar sein Motorrad verkauft. Mit viel Geduld und Erdnussflips schafft er, dass die Tiere ihm aus der Hand fressen. Die Idee, Wallabys zu halten, kam ihm übrigens bei einer Messe: „Es gibt keine besseren Rasenmäher.“

Mit durchgebissener Kehle hat Bastian Hundertmark das Wallaby-Weibchen im Gehege gefunden. Foto: pr.

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